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Döbeln

Frisches Image für Roßweiner Abwasserprofis

Die OFM Abwasserentsorgung und der Zweckverband arbeiten jetzt im Roßweiner Stadtzentrum. Das hat mehrere Gründe.

OFM- und AZV-Geschäftsführer Frank Lessig und die Mitarbeiterinnen Heike Kraft und Annett Speer fühlen sich wohl in den neuen Büros über der Sparkasse in Roßwein.
OFM- und AZV-Geschäftsführer Frank Lessig und die Mitarbeiterinnen Heike Kraft und Annett Speer fühlen sich wohl in den neuen Büros über der Sparkasse in Roßwein. © Dietmar Thomas

Roßwein/Striegistal. Ein frischer Wind weht seit einigen Tagen bei der OFM Abwasserentsorgung GmbH, einem Tochterunternehmen des Abwasserzweckverbands (AZV) „Obere Freiberger Mulde“. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass entsprechend der Hygieneempfehlungen in Zeiten der Corona-Pandemie häufiger als sonst durchgelüftet werden muss.

Die OFM und der AZV sind umgezogen. Bisher hatten die sieben Mitarbeiter ihre Büros in Räumen des Stadtbades an der Stadtbadstraße, also am Rande Roßweins. Jetzt stehen ihre Schreibtische an der Ecke Döbelner-/Dresdener Straße, und zwar in der ersten und zweiten Etage des Sparkassengebäudes.

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Das zeigt sich nicht nur von außen modern, was insofern besonders auffällt, weil einige der Häuser im Umfeld in ziemlich ruinösem Zustand sind. Auch innen können sich die Geschäftsräume sehen lassen.

Wohlfühlen auch am Arbeitsplatz ist die Zukunft

Besucher werden bei Terminen in Zukunft an einem Tresen empfangen. Die Einrichtung ist modern, es gibt in der Höhe verstellbare Schreibtische. Die Schallschutzwände sind mobil und mit Stoff in der Farbe Hellgrün überzogen, die bekanntlich Frische vermittelt. Hellgrün sehen auch die Sitzflächen der Stühle und die Faltrollos an den Fenstern aus. Geschäftsführer Frank Lessig ist sich sicher, dass er und seine Mitarbeiter die OFM in diesem Umfeld als ein modernes Unternehmen präsentieren können.

In den in die Jahre gekommenen Räumen an der Stadtbadstraße sei dass weder von der Optik noch vom Bauzustand her möglich gewesen. Im Winter kalt, im Sommer heiß – so wolle niemand mehr arbeiten. Schon gar nicht in der jungen Generation. Die sehe Arbeitszeit als Lebenszeit und achte da schon sehr darauf, dass es im Job einen gewissen Wohlfühlfaktor gebe.

In den nächsten beiden Jahren würden zwei Mitarbeiterinnen von OFM und AZV in den Ruhestand gehen. „Diese Stellen wollen wir wieder besetzen. Dafür brauchen und suchen wird junge motivierte Mitarbeiter, die wir nur gewinnen können, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen“, sagte Lessig.

In nettem Umfeld mehr Verständnis fürs Abwasser

Außer dem Team sollen aber auch die Kunden von dem modernen Umfeld profitieren. Die neuen Büros sind zentraler gelegen. Der Verband hofft, dort besser und anders wahrgenommen zu werden. „Abwasser ist ein Thema, mit dem sich die meisten – wenn überhaupt – nicht unbedingt gern beschäftigen“, so die Erfahrungen des Geschäftsführers.

Er wünscht sich, dass es in der angenehmen Atmosphäre künftig leichter fällt, über Abwasserfragen zu sprechen. Im Moment spricht aber die Corona-Schutzverordnung gegen diese Art der Beratung. Eine der Mitarbeiterinnen arbeitet bereits von daheim. Die übrigen sind angehalten, möglichst viel am Telefon oder per Mail zu klären.

Im nächsten Jahr soll in die Wanne investiert werden

Verschoben worden sind coronabedingt auch die Verbandsversammlung und die Aufsichtsratssitzung. In beiden wäre es noch im Dezember unter anderem um den Finanzplan für 2021 und die Folgejahre gegangen. Die Investitionen bereiten die Mitarbeiter im Moment gerade vor.

Größtes Projekt im kommenden Jahr werden Leitungserneuerungen und der Bau eines Stauraumkanals im Wohngebiet „Wanne“ in Roßwein sein. In 2020 hat der AZV als umfangreichste Investition 93 Hauspumpwerke, deren Betriebszeit abgelaufen war, erneuert. Das hat mehr als 700.000 Euro gekostet.

Die Kontakte zur OFM und zum AZV sind hier zu finden.

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