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Ganz Keuern wird zur Baustelle

Das lang aufgeschobene Straßenbauvorhaben kann endlich gestartet werden. Ein Anbieter will unheimlich viel Geld.

Im Januar geht es auf der Blücherstraße in Keuern los mit dem Tiefbau. Später sind auch die Seitenstraßen dran. Nach dem Verlegen von neuen Ver- und Entsorgungsleitungen werden Straßen und Gehwege gleich ausgebaut. Das spart Kosten.
Im Januar geht es auf der Blücherstraße in Keuern los mit dem Tiefbau. Später sind auch die Seitenstraßen dran. Nach dem Verlegen von neuen Ver- und Entsorgungsleitungen werden Straßen und Gehwege gleich ausgebaut. Das spart Kosten. © Dietmar Thomas

Döbeln. In Keuern wird es ernst. In seiner nächsten Sitzung soll der Stadtrat den Zuschlag für den Straßenbau erteilen, der zu einem Großvorhaben im Ortsteil gehört. Das gesamte Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ver- und Entsorger mit der Stadt Döbeln. Die Kooperationspartner hatten den Auftrag gemeinsam ausgeschrieben. Der günstigste Anbieter würde den Straßenbau für 699.000 Euro übernehmen. „Erstaunlich ist die Spanne der Gebote“, sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU). Der teuerste Anbieter hatte ein Angebot von reichlich 1,6 Millionen Euro unterbreitet.

Drei Jahre auf Geld gewartet

Insgesamt hatten sich acht Firmen beteiligt. Der Bieter mit dem günstigsten Angebot ist ein alter Bekannter. Die Firma LFT aus Ostrau hat schon viele Straßenbauvorhaben der Stadt und der kommunalen Verbände umgesetzt.

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Mehr als zwei Jahre hatte die Stadt auf die nötigen Fördermittel, knapp eine halbe Million Euro, gewartet. Das entsprechende Straßenbauprogramm des Freistaates ist völlig überzeichnet. „Es ist schön, dass das geklappt hat. Da haben alle an einem Strang gezogen“, sagte Liebhauser.

Baubeginn im Januar

Wenn das Wetter mitspielt, wird voraussichtlich Anfang Januar mit den Arbeiten begonnen. Zuvor werden noch die Baustelle eingerichtet und Bodenuntersuchungen vorgenommen, so Stadtsprecher Thomas Mettcher. Der Tiefbau nimmt den größten Anteil ein. Die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft (DOWW) und der Abwasserzweckverband (AZV) Döbeln-Jahnatal lassen Trinkwasser- und Abwasserleitungen erneuern. „Die DOWW investiert hier etwa 290.000 Euro, der AZV rund eine Million Euro. Insgesamt 2.100 Meter Leitungen werden neu verlegt und 50 Hausanschlüsse erneuert. Ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Keuern sicherzustellen“, sagte Torsten Richter, Projektleiter der Veolia, die das Investvorhaben betreut.

Los geht es am Wiesenweg

Die Versorgungsleitungen sollen etappenweise in die Erde kommen – mit möglichst wenigen Einschränkungen für die Anwohner. Über mögliche Sperrungen und Behinderungen soll zu Jahresbeginn informiert werden, so die Veolia.

Voraussichtlich bis Mitte des Jahres wird der Tiefbau abgeschlossen, danach folgt der Straßenbau. Los gehen die Bauarbeiten auf der Blücherstraße am Wiesenweg, dem tiefsten Punkt, so Bauamtsleiter Erik Brendler. Die Stadt lässt die Fußwege pflastern und die Straßen asphaltieren. Auch die Beleuchtung wird erneuert.

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