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Döbeln

Glück gehabt: Kaum Schäden nach Flutung

Die Bauarbeiten in der Döbelner Flutmulde waren für zwei Wochen zum Erliegen gekommen. Aber nicht nur wegen des Wassers.

Vor einigen Tagen war hier noch ein Fluss. Nachdem das Verteilerwehr wieder geschlossen ist, kann an der Flutmulde weitergebaut werden. Die Schäden sind gering.
Vor einigen Tagen war hier noch ein Fluss. Nachdem das Verteilerwehr wieder geschlossen ist, kann an der Flutmulde weitergebaut werden. Die Schäden sind gering. © Jens Hoyer

Döbeln. Zwei Wochen lang lagen die Arbeiten an den Hochwasserschutzanlagen in der Döbelner Flutmulde brach. Zum einen wegen des Wintereinbruchs, zum anderen, weil die Flutmulde überschwemmt war. Bei steigendem Wasserstand hatte sich das Verteilerwehr am Schloßberg geöffnet, die Baustelle wurde zum Fließgewässer.

„Ich freue mich, dass wir keine gravierenden Schäden auf der Baustelle haben“, sagte John-Philipp Müller, Projektleiter bei der Landestalsperrenverwaltung. An einer Stelle hätten sich an einer Spundwand Sedimente angelagert, außerdem hatte es eine kleinere Ausspülung bei der im Bau befindlichen Auspflasterung der Flutrinne gegeben.

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Klappenwehr manuell geschlossen

Müller ist guter Hoffnung, dass das Verteilerwehr jetzt erst einmal zubleibt. Das Tauwetter hatte relativ wenig Wasser in den Fluss gebracht. Das Wehr öffnet sich, wenn in Mahlitzsch etwa 33 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Mulde hinunterströmen. Es schließt allerdings erst bei einem deutlich geringeren Durchfluss wieder. „Damit soll verhindert werden, dass die Flutklappen gleich wieder aufgehen“, sagte Müller.

Am Freitag lag der Durchfluss bei etwa 20 Kubikmeter pro Sekunde und damit nur wenig über dem normalen Pegel. Das Klappenwehr wird in der Regel automatisch gesteuert. Um weiterbauen zu können, seien die Flutklappen aber manuell geschlossen worden, sagte Müller.

Die Baufirma Swietelsky, die in der Flutmulde baut, ist gerade dabei, das Bett der Flutrinne mit Naturstein zu pflastern. Zudem sind noch größere Mengen Erdreich abzutransportieren, weil die Flutmulde an ihrer Mündung deutlich verbreitert wird.

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