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Wer hat das Auto an der B169 abgeholt?

Seit Ende 2020 stand das Auto mit tschechischem Kennzeichen am Fahrbahnrand in Höhe des Gewerbegebiets Mockritz. Nun ist es weg. Wie kam es dazu?

Der dunkle BMW-Kombi stand seit vergangenem Jahr bis Ende Januar an der B169 beim Gewerbegebiet Mockritz und sorgte für Ärger bei Autofahrern. Seit drei Wochen ist er nun weg.
Der dunkle BMW-Kombi stand seit vergangenem Jahr bis Ende Januar an der B169 beim Gewerbegebiet Mockritz und sorgte für Ärger bei Autofahrern. Seit drei Wochen ist er nun weg. © Archiv/Dietmar Thomas

Großweitzschen. Mehrere Wochen stand der dunkle BMW-Kombi mit tschechischem Kennzeichen am Rand der Bundesstraße 169 in Richtung Döbeln zwischen A14-Abfahrt Döbeln-Nord und dem Abzweig zum Mockritzer Gewerbegebiet. Lange schien sich nichts zu bewegen, zum Ärger von zahlreichen Auto- und Lkw-Fahrerin, die den Pkw vor allem bei Schneefall und Nebel als Hindernis sahen. Doch nun hat der Landkreis gehandelt.

Wie Kreissprecherin Peggy Hähnel auf Anfrage mitteilt, sei das Fahrzeug durch ein beauftragtes Abschleppunternehmen vom Standort entfernt worden.
„Der Halter hat das Fahrzeug nicht bis zum vereinbarten Zeitpunkt abgeholt. In Abstimmung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Baulastträger wurde das Auto deshalb am 28. Januar abgeschleppt und wird seitdem verwahrt“, erklärt sie.

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Zuvor musste jedoch die Polizei tätig werden, um den Halter des Autos herauszubekommen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Jana Ulbricht wurden ihre Kollegen durch das Landratsamt gebeten, Nachforschungen zum Fahrzeugbesitzer einzuleiten.

Pkw neben der B169: Ordnungswidrigkeit oder nicht?

„Der Eigentümer konnte in der Folge ermittelt werden und er wurde aufgefordert das Fahrzeug zu beräumen“, sagt sie. Dies sei bis zum Wochenende vom 23./24. Januar jedoch nicht passiert. Deshalb habe die Kreisverwaltung das Abschleppen sowie die Verwahrung beauftragt.

Kreissprecherin Peggy Hähnel zufolge, betrugen die Abschleppkosten etwa
Zunächst hieß es vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr noch, dass, wenn der Halter ausfindig gemacht werden kann, ihm die unerlaubte Benutzung einer Straße zulasten gelegt werden kann. Dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einer Geldbuße bis zu 500 Euro geahndet werden.

Von Polizeisprecherin Jana Ulbricht hieß es nun auf Anfrage: „Unsererseits erfolgte keine Anzeige einer Ordnungswidrigkeit. Das Fahrzeug stand nicht verkehrsbehindernd und war unseres Wissens wegen eines technischen Defektes am Ort verblieben.“

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