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Wohnungen für Brandopfer werden saniert

Die Gemeinde stellt nach dem Kellerbrand 58.000 Euro bereit. Das Gutachten über die Schadenshöhe ist bei der Versicherung eingereicht.

In den Kellerräumen eines Westewitzer Wohnblocks kam es in der Nacht zum 9. September zu einem Brand. Nun ist die Höhe des Schadens festgestellt worden.
In den Kellerräumen eines Westewitzer Wohnblocks kam es in der Nacht zum 9. September zu einem Brand. Nun ist die Höhe des Schadens festgestellt worden. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. In einem Gutachten wird der Schaden, der beim Brand in einem Westewitzer Wohnhaus am 9. September entstanden ist, auf etwa 75.000 Euro beziffert.

Dies teilte Großweitzschens Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) auf Nachfrage mit. „Das Gutachten ist bei der Versicherung eingereicht. Es bezieht sich auf die Schäden, die durch den Brand in den Kellerräumen entstanden sind“, sagte Burkert. Kosten, die durch den Einsatz der Feuerwehr beziehungsweise die Aufräumarbeiten durch Mitarbeiter des Bauhofes entstanden sind, seien noch nicht eingerechnet, so Burkert.

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Wohnungen stehen schon länger leer

Bisher könne keine Aussage getroffen werden, wie lange die Schadensabwicklung und die Sanierung der vom Brand betroffenen Eingänge dauert. Die Gemeinde hatte den Mietern daher die Möglichkeit eingeräumt, sich leerstehende Wohnungen in den Häusern Am Waldrand anzusehen. „Davon haben auch alle Gebrauch gemacht“, sagte Burkert. 

Die meisten dieser Wohnungen stehen jedoch schon länger leer und sind nicht zum sofortigen Bezug geeignet. „Zwei Wohnungen sind schon hergerichtet worden und die Mieter eingezogen. Darunter eine ältere Frau, für die möglichst schnell wieder so etwas wie Normalität hergestellt werden sollte“, sagte Jörg Burkert.

Angebote sind eingeholt

Die Gemeinde hatte in den vergangenen Wochen Angebote von Malern, Fliesenlegern, Elektrikern und Sanitärinstallateuren eingeholt. Diese stellte der Bürgermeister während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor. „Insgesamt kostet die Sanierung der acht Wohnungen etwa 58.000 Euro“, so Burkert. Für die Fliesenleger sind reichlich 2.500 Euro, für Elektroarbeiten 17.000, für Malerarbeiten 26.000 und für die Sanitärinstallation knapp 10.000 Euro veranschlagt. Diese überplanmäßigen Ausgaben muss die Gemeinde aus ihren liquiden Mitteln finanzieren.

Gemeinderat Sven Krawczyk (CDU) fragte, ob die Mieter einen geringeren Komfort als in ihren alten Wohnungen hinnehmen müssen. „Einige haben viel investiert, um die Wohnungen nach ihrem Geschmack einzurichten“, so Krawczyk. „Die Wohnungen werden so hergerichtet, wie es dem jetzigen Standard entspricht. Wir sind bemüht, auf die Wünsche der Mieter einzugehen, werden sie aber nicht 1:1 umsetzen können“, sagte Bürgermeister Burkert. 

Bauhofmitarbeiter erledigen Vorarbeiten

Susann Munz (CDU) bemängelte, dass die Angebote nicht vorher im Bauausschuss beraten wurden. „Es war zeitlich nicht möglich, noch den Bauausschuss einzuberufen. Die Vorlagen sind den Gemeinderäten vor einer Woche zugegangen. Jeder hatte die Möglichkeit, die Angebote in der Gemeindeverwaltung einzusehen“, entgegnete Burkert. Die Gemeinderäte stimmten dem Beschluss bei einer Gegenstimme zu.

Um Kosten zu sparen, wurden durch Mitarbeiter des Bauhofes notwendige Vorarbeiten ausgeführt. Sie entfernten alte Tapeten, Fußbodenbeläge, Fliesen und Sanitärkeramik. „Auch die Mieter haben teilweise mitgeholfen“, so Burkert. Einen Zeitpunkt, bis wann die restlichen Wohnungen hergerichtet sind, vermochte Burkert nicht zu nennen. „Die Firmen sind über den Beschluss des Gemeinderates informiert. Sie wollen die Arbeiten so schnell wie möglich ausführen. Ich hoffe, dass die Renovierung im November abgeschlossen werden kann“, sagte der Bürgermeister.

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