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Döbeln

Grundschule Leisnig: Fördertopf "gefunden"

Beschlossen ist der Haushalt von Leisnig für 2021 noch nicht. Trotzdem steht schon fest: Es wird erneut eine Menge Geld in die drei Schulen fließen.

Die Leisniger Grundschüler müssen nicht zurückstecken. Auch sie können in absehbarer Zeit mit Tablets und digitalen Tafeln. Der Freistaat gibt Geld, um dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen.
Die Leisniger Grundschüler müssen nicht zurückstecken. Auch sie können in absehbarer Zeit mit Tablets und digitalen Tafeln. Der Freistaat gibt Geld, um dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen. © Dietmar Thomas

Leisnig. Das Beste: Auch die Grundschule wird von den nötigen Investitionen profitieren. Jetzt geht es darum, die Einrichtungen so auszustatten, dass die Kinder und Jugendlichen mobile Geräte wie Tablets nutzen, mithilfe interaktiver Tafeln lernen können. Dafür muss die Technik nicht nur hingestellt werden. Vielmehr sind dafür Datenverbindungen und viele andere technischen Voraussetzungen nötig.

Um das zu schaffen, hat die Stadt Leisnig schon Finanzspitzen aus dem Leader-Programm sicher. Die Kommune gehört zur Förderregion Sachsenkreuz plus und die bezuschusst bauliche Änderungen in der Emil-Naumann-Grundschule in Sitten sowie der Peter-Apian-Oberschule in Leisnig.

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Der Auftrag für die Sigismund-Reschke-Grundschule ist negativ beschieden worden. Deshalb haben sich die Mitarbeiter der Verwaltung anderweitig umgesehen und über die Förderrichtlinie Beschleunigung Grundschulbetreuung Zuschüsse beim Freistaat Sachsen beantragt. Mittlerweile liegt ein Förderbescheid von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) vor.

Freistaat unterstützt Kommunen

Nach dem kann Kämmerin Andrea Schlehahn mit einem 70-prozentigen Zuschuss rechnen. Das sind knapp 180.000 Euro. Der Eigenanteil, den Leisnig aus dem Haushalt bestreiten muss, liegt dann bei etwas mehr als 75.000 Euro.

Insgesamt sind Ausgaben von 256.000 Euro kalkuliert, um die Voraussetzungen für die stärkere Nutzung moderner Medien zu schaffen. Genau dafür – nämlich zum quantitativen Ausbau und zur qualitativen Verbesserung ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder vom Schuleintritt bis zum Ende der vierten Klasse – gewährt das Land in diesem Förderprogramm den Kommunen finanzielle Hilfe.

Blendschutz wird auch Hitzeschutz sein

„Wir sind sehr froh, dass wir dadurch in allen drei Schulen gleichermaßen investieren können, keine zurückstecken muss“, sagt Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Nach seinen Worten gehen die Modernisierungen in der Grundschule über Elektroarbeiten zum Verlegen von Leitungen und Anschlüssen weit hinaus. Im Zusammenhang stünden dann auch Malerarbeiten, die Erneuerung von Fußböden. Es müssten Beleuchtungsanlagen erweitert und auch ein Verdunkelungs- und Sonnenschutz montiert werden.

Über Letzteren haben die Stadträte mehrfach beraten. Ohne Verdunklung wird auf den interaktiven Tafeln wenig zu erkennen sein. Und ohne Sonnenschutz wird es den Schülern trotz moderner Technik schwerfallen, sich an heißen Tagen auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren.

Deshalb bevorzugen die Räte eine Kombination. In einigen Klassenräumen in verschiedenen Schulen ist die gewählte Lösung, der Einsatz von Klebefolien an den Fenstern, im vergangenen Sommer getestet und offenbar für gut befunden worden.

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