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Handwerker in Leisniger Schulen

Unter anderem werden auf der Südseite der Schulgebäude die Fenster mit Verdunklungsfolien beklebt. Luftfilter sind noch kein Thema.

Sonnenschutz-Experte Andreas Schmidt zeigt Folien, mit denen er die Südseiten-Fenster der Peter-Apian-Oberschule in Leisnig ausstatten darf. 2020 hatte er in den Schulen Proberäume eingerichtet, damit die Lehrer die Wirksamkeit testen konnten.
Sonnenschutz-Experte Andreas Schmidt zeigt Folien, mit denen er die Südseiten-Fenster der Peter-Apian-Oberschule in Leisnig ausstatten darf. 2020 hatte er in den Schulen Proberäume eingerichtet, damit die Lehrer die Wirksamkeit testen konnten. © Archiv: Lars Halbauer

Leisnig. Mit Beginn der Schulferien haben die Handwerker in den Leisniger Schulen die „Bremse gelöst“. Damit gibt es keinen Grund mehr, das Bohren auf die Pausenzeiten zu verlegen. Hauptaktionsfelder sind der Neu- und Altbau der Peter-Apian-Oberschule.

Dort werden Leitungen verlegt, um zum Beispiel digitale Tafeln anzuschließen. Wo diese Tafeln schließlich installiert werden, sind in der Folge auch Fußbodenleger- und Malerarbeiten nötig. Den Auftrag dafür hat für reichlich 50.000 Euro die Firma Christian Senftleben GmbH aus Döbeln erhalten.

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Frische Wandfarbe für Leisniger Schule, aber mit Konzept

„In dieser Summe inbegriffen ist weiterhin das Renovieren von zehn Klassenzimmern und drei Fluren“, so Bauamtsleiter Thomas Schröder. Dabei komme Farbe entsprechend eines mit den Lehrern abgestimmten Konzeptes zum Einsatz.

Wandfarben einzusetzen, die das Lernen fördern und für eine gute Atmosphäre sorgen, das hatte Patricia Geier bei einer Besichtigung der Schulgebäude angeregt. Die Altenhoferin arbeitet als berufene Bürgerin im Technischen Ausschuss der Stadt Leisnig mit.

Weniger um Farbe und deren Wirkung auf diejenigen, die im Raum sind, geht es bei den Arbeiten, die Andreas Schmidt in der Oberschule erledigen wird. Der Geschäftsführer der Firma Alfred Brasse Sonnenschutz ist beauftragt, die Fenster aller Räume auf der Südseite mit einer Folie auszurüsten.

Dies soll zweierlei Effekte bringen: die Hitze draußenlassen und verhindern, dass die Sonne unleserlich macht, was auf Tafeln und Bildschirmen steht. Ob das funktioniert, durften Schüler und Lehrer im vergangenen Sommer schon einmal in Testzimmern ausprobieren. „Alle Räume, die nicht auf der Südseite sind, werden mit Rollos ausgestattet“, so Thomas Schröder. Das Verschatten kostet rund 60.500 Euro.

Erneute Ausschreibung für Parkettlege-Arbeiten

Ausgeschrieben waren auch Parkettarbeiten. Diese Art Bodenbelag gibt es im Altbau. Dafür hatte aber kein Unternehmen ein Angebot abgegeben, sodass die Verwaltung dieses Los neu ausschreiben musste.

Für die digitale Ertüchtigung der Leisniger Schulen – auch die Grundschulen bekommen Verdunkelungen und neue Elektroleitungen – kann die Kommune als Schulträger Fördergeld der Leader-Region Sachsenkreuz+ sowie aus dem Programm „Digitale Medien“ einsetzen.

An die Fenster der Südseite der Leisniger Oberschule soll ein Sonnenschutz angebracht werden.
An die Fenster der Südseite der Leisniger Oberschule soll ein Sonnenschutz angebracht werden. © Dietmar Thomas

Nach den Sommerferien sollen sich aber nicht nur die Lern- und Lehrbedingungen in den Schulhäusern verbessern. Die Stadträte haben zugestimmt, Notebooks mit Zubehör für die Lehrer aller drei Leisniger Schulen anzuschaffen. Wie viele Geräte die Kommune kaufen kann, wird vom Ergebnis der Ausschreibung beziehungsweise den Angeboten anhängen.

Notebooks für die Lehrerschaft

Insgesamt stehen für den Kauf dieser Technik etwas mehr als 28.000 Euro zur Verfügung. Das Geld dafür kommt vom Freistaat. Eigene Mittel gibt die Kommune nicht dazu, wie Hauptamtsleiterin Silvia Diesmann den Stadträten erklärte.

Deren Zustimmung ist nötig, weil diese Ausgaben nicht geplant waren – selbst wenn es für die Stadtkasse ein Plus-Minus-Null-Geschäft wird. „Der Förderbescheid ist mittlerweile eingetroffen“, so die Amtsleiterin.

Wie sie weiter erklärte, soll mit dem Kauf der Notebooks der digitale Unterricht in der Schule und überdies der Fernunterricht von Zuhause abgesichert werden. Letzterer ist während der Corona-Pandemie über längere Zeit notwendig gewesen.

Fast überall gab es anfänglich die Probleme, dass weder die Lehrerschaft noch alle Schüler dafür entsprechend ausgerüstet gewesen sind. Das wird mit Unterstützung von Fördergeld jetzt geändert. Damit hat die Kommune auch schon mobile Geräte für Schüler angeschafft, deren Eltern sich den Kauf der erforderlichen Computer oder Notebooks nicht leisten können.

Über diese Technik für Schüler gibt es entsprechende Leihverträge zwischen Eltern und der Schulleitung. Ähnlich soll dies mit den Geräten für die Lehrer ablaufen. Die Notebooks sind schulgebunden.

Statt Filtern weiterhin Lüften

Bereits in den letzten Schultagen ist das Thema Luftfilter in Schulen wieder aktuell geworden. Die Bundesregierung stellte Förderungen nicht nur für feste Anlagen, sondern nun auch für mobile Luftfilter in Aussicht. Unterstützung dafür konnte beantragt werden.

Davon allerdings hält Leisniger Bürgermeister Tobias Goth (CDU) im Moment wenig. „Wir haben uns dazu aktuell noch keine Meinung gebildet“, sagte er auf Anfrage.

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Im März seien Lüfter Thema gewesen. Aus seiner persönlichen Sicht sei die Wirksamkeit dieser Technik wissenschaftlich aber noch zu wenig belegt. „Ich denke, wir setzen zu Schulbeginn weiter auf regelmäßiges Lüften“, so der Rathauschef. Das habe im Winter 2020/21 auch funktioniert.

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