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Kanalbau in Hartha startet noch später

Eigentlich sollten die Arbeiten auf der Sonnenstraße schon im Dezember beginnen. Doch auch der Ersatztermin für den Start im Januar ist am Wanken.

Symbolbild: Der Baubeginn für die Kanalarbeiten in Hartha auf der Sonnenstraße startet später als zunächst gedacht.
Symbolbild: Der Baubeginn für die Kanalarbeiten in Hartha auf der Sonnenstraße startet später als zunächst gedacht. © Archiv/Dietmar Thomas

Hartha. Unter der Harthaer Sonnenstraße soll der Mischwasserkanal des Abwasserzweckverbands „Untere Zschopau“ neu verlegt werden. Laut Plan sollten die Arbeiten unter der Straße eigentlich schon Anfang Dezember starten, doch die Lieferung wichtiger Bauteile macht Probleme.

Wie Reiner Müller, Leiter Technik und Investitionen beim Abwasserzweckverband (AZV), erklärt, seien unter anderem Schächte und Rohre bestellt, aber derzeit noch nicht geliefert worden. Grund dafür ist nicht unbedingt die Corona-Pandemie, wie er weiß: „Das sind normale Prozesse, denn die Teile werden eigens für diese Bauarbeiten hergestellt und das braucht einige Zeit. In diesem Fall dauert es etwas länger als gedacht.“

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725.000 Euro für Arbeiten des Abwasserzweckverbands

Geplant wird derzeit noch mit einem Baubeginn Ende Januar, eventuell fällt er aber auch auf Anfang Februar. Dann wird die Baustelle stufenweise auf der Sonnenstraße rücken. „Während der Zeit der Bauarbeiten ist dann das jeweilige Teilstück voll gesperrt“, so Müller.

Anwohner werden rechtzeitig informiert. Gebaut wird im Abschnitt Heinrich-Heine-Straße bis zur Dresdener Straße. Das sind etwa 560 Meter. Insgesamt sollen die Maßnahmen des Abwasserzweckverbands bis mindestens Ende Oktober dauern.

Die Kostenschätzung für die Maßnahme in Hartha lag bei 600.000 Euro. Das wirtschaftlichste von den zwölf eingereichten Angeboten unterbreitete die Chemnitzer Firma ATS Asphalt-, Tief- und Straßenbau mit 725.000 Euro.

Bereits 2019 zwei Sperrungen der Sonnenstraße

Das Verlegen des Mischwasserkanals ist so teuer, weil der alte Kanal in vier Meter Tiefe liegt“, begründet Reiner Müller die Mehrkosten. „Die vorhandene Entwässerungsleitung ist aufgrund ihres Alters verschlissen und weist enorme Bauschäden auf.“ Deshalb müsse sie getauscht werden.

Schon 2019 musste die Sonnenstraße zweimal gesperrt werden. Erst hatte sich ein riesiges Loch im August ohne erkennbare äußere Einflüsse aufgetan. Nach einer Kamerabefahrung stand fest, dass der Abwasserkanal einige Meter hinter dem Loch komplett zusammengebrochen war.

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Er musste auf einer Länge von etwa 20 Metern ausgetauscht werden. Kurze Zeit später wurde der Bereich der Sonnenstraße wieder gesperrt. Eine alte Zementleitung für das Trinkwasser war geplatzt.

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