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Döbeln

Hartha will mehr mit Colditz kooperieren

Die beiden Städte wollen etwas für ihre Wirtschaft bewegen. Ein erster Schritt startet nun in den beiden Amtsblättern.

Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos, links) und der Colditzer Robert Zillmann (parteilos) wollen zukünftig mehr zusammenarbeiten und planen.
Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos, links) und der Colditzer Robert Zillmann (parteilos) wollen zukünftig mehr zusammenarbeiten und planen. © Erik-Holm Langhof

Hartha/Colditz. Hartha und Colditz: Eigentlich nicht weit auseinander, doch trotzdem ein wenig fremd. Während Hartha noch zum Kreis Mittelsachsen gehört, liegt Colditz bereits im Landkreis Leipzig.

„Die Kreisgrenze ist immer noch in vielen Belangen sehr präsent, obwohl sie territorial willkürlich gezogen ist“, sagt der Colditzer Bürgermeister Robert Zillmann (parteilos). Nun will er gemeinsam mit seinem Harthaer Amtskollegen Ronald Kunze (parteilos) enger kooperieren und so beide Städte näher zusammenbringen.

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Austausch von Arbeitsstellen im Amtsblatt

Wie Kunze erklärt, wolle er nun im ersten Schritt eine Idee aus der benachbarten Stadt übernehmen. „Im Colditzer Amtsblatt haben Firmen die Möglichkeit freie Ausbildungsplätze und Stellenangebote in einer Übersicht zu veröffentlichen. Dieses Modell haben wir nun auch für Hartha übernommen.“

Die Unternehmen seien diesem Angebot auch rege gefolgt, wie er berichtet. Doch dort finden Interessenten keine Kontaktmöglichkeiten oder weitere Hintergründe, sondern ausschließlich die Information, dass das Unternehmen freie Plätze hat.

In naher Zukunft wollen die beiden Städte nun diese Übersichten jeweils einmal im viertel Jahr untereinander tauschen. „Das soll auch noch einmal mehr Reichweite bewirken“, so Kunze. Schon jetzt arbeiten einige Harthaer in Colditzer Firmen und andersherum. Auch in den Schulen gibt es bereits Verbindungen.

Austausch auch mit Leisnig und Waldheim?

Dort kann sich der Colditzer Robert Zillmann zukünftig ebenfalls noch mehr Zusammenarbeit vorstellen. „Wir haben in beiden Städten eine Schule mit Berufsbegleitung und es gibt ebenso in beiden Städten eine Berufsausbildungsmesse“, sagt er.

„Warum sollten wir nicht auch da mehr gemeinsam arbeiten.“ Bisher blicke die Stadt Colditz meist nur in den Westen und Norden. Zukünftig wolle Zillmann jedoch auch den Blick in Richtung Süden und Osten richten.

Warum Hartha nicht näher mit Leisnig oder Waldheim an dem Amtsblatt-Projekt zusammenarbeitet, begründet Ronald Kunze so: „Unter uns dreien existieren bereits vielfältige Verflechtungen, das ist gut so. Doch mit Colditz schauen wir jetzt von Hartha aus ein Stück in eine andere Richtung über den Tellerrand.“

Ihm zufolge könne er sich auch vorstellen in dieser Beziehung mehr mit Waldheim und Leisnig in den Austausch zu treten.

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