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Hartha bekommt neue Tagespflege

Die Diakonie Döbeln hat das Grundstück gekauft, auf dem das alte Stadtgut stand. Noch 2021 soll die Errichtung des Neubaus im Stadtzentrum beginnen.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde das alte Stadtgut in Hartha noch abgerissen. Nun hat das Grundstück schon einen neuen Besitzer: die Diakonie Döbeln.
Im Oktober vergangenen Jahres wurde das alte Stadtgut in Hartha noch abgerissen. Nun hat das Grundstück schon einen neuen Besitzer: die Diakonie Döbeln. © Archiv/Dietmar Thomas

Hartha. Etwa 129.000 Euro verlangte der Stadtrat von Hartha für das Grundstück des ehemaligen Stadtguts. Das war der Kompromiss im Dezember, den die Räte im Januar nun endgültig absegneten. Seit vergangener Woche gehört das Grundstück der Leisniger Straße 1 sowie der Karl-Marx-Straße 2 unweit des Harthaer Marktes nun der Diakonie Döbeln – und die hat einiges vor, wie Geschäftsführer Thomas Richter verrät.

„Wir planen in Hartha eine Tagespflege mit etwa 12 bis 15 Plätzen“, so Richter. Lange hatte er für die Diakonie ein geeignetes Objekt in der Stadt gesucht, doch das sei gar nicht so einfach gewesen.

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Diakonie: Grundstücks-Suche in Hartha schwierig

„Ursprünglich wollten wir das alte AOK-Gebäude übernehmen und dort unsere Tagespflege sowie die Sozialstation einrichten“, erklärt der Geschäftsführer. „Doch das Objekt wurde dann doch nicht verkauft, sondern versteigert. Und da hatten wir dann keine Chance mehr.“

Deshalb habe sich die Diakonie damals überlegt, einen Neubau zu errichten, anstatt einen Altbau zu sanieren. Doch auch ein passendes Grundstück in Hartha zu finden, sei Thomas Richter zufolge schwer gewesen.

Auf dieser freien Fläche soll die neue Tagespflege der Diakonie entstehen.
Auf dieser freien Fläche soll die neue Tagespflege der Diakonie entstehen. © Archiv/Lars Halbauer

„Auch der Standort des alten Simmel-Marktes war in der Auswahl. Dort hätten wir abgerissen und neu gebaut“, erklärt er. Aber auch diese Idee hat sich letztendlich zerschlagen. Bis zum Herbst 2020, als durch die Stadt Hartha das alte Stadtgut an der Leisniger Straße 1 abgerissen wurde.

Denn das Areal zusammen mit der Karl-Marx-Straße 2 mit einer Gesamtgröße von etwa 3.400 Quadratmetern war genau passend für das Bauvorhaben der Döbelner Diakonie. Die Gebäude waren im vergangenen Jahr so marode, dass nicht viel mehr als ein Abriss übrig blieb. Auch wenn es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Pläne für das alte Stadtgut gab, sie ließen sich letztendlich nicht umsetzen.

"Wir sind froh, einen Standort gefunden zu haben"

Im Dezember 2020 mussten die Stadträte schlussendlich über den Kaufantrag der Diakonie entscheiden. Die Empfehlung der Stadt sah vor, dem Verkauf nicht zuzustimmen. „Wenn das Grundstück vor der Frist von zehn Jahren veräußert wird, müssen wir die Fördergelder, die wir für den Abriss erhalten haben, an den Freistaat zurückzahlen“, begründete Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Letztlich entschieden sich die Räte dennoch für einen Verkauf. Sie begründeten dies vor allem damit, Investoren in der Stadt halten zu wollen. Im Januar gab es die Zustimmung auch schriftlich, in der vergangenen Woche dann den Notartermin.

Thomas Richter macht das sichtlich glücklich. „Wir sind froh, endlich einen passenden Standort in Hartha gefunden zu haben. Wir suchen nun schon seit zwei Jahren.“ Denn das Vorhaben, eine Tagespflege neu zu eröffnen, ist für die Diakonie neu. Bisher gab es dies noch nicht, so der Geschäftsführer.

Harthas Bürgermeister freut sich über Investition

Doch er sieht trotz eines Konkurrenz-Anbieters noch ausreichend Potenzial für die neue Stelle in Hartha. Neben der Tagespflege soll auch die Sozialstation in den Neubau umziehen. Derzeit sei Richter auch noch im Gespräch mit Ärzten, ob sie sich vorstellen könnten ebenfalls in das Objekt mit einzuziehen. „Doch das ist alles noch nicht spruchreif“, sagt er. „Erst einmal beginnen wir nun mit den konkreten Planungen.“

Baubeginn soll jedoch noch in diesem Jahr sein, wie Richter beteuert. Wie viel die Diakonie nun noch für den Neubau investiert, kann der Geschäftsführer aber noch nicht sagen. Auch nicht, wann die Tagespflege letztendlich öffnen wird.

„Nicht vor 2022, das ist klar“, sagt er. Doch das Team sei sehr optimistisch, dass es sehr bald losgehen könne. Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) freut sich über die Investition in der Stadt Hartha und ist gespannt, wie der Neubau im Stadtzentrum einmal aussehen wird.

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