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Hartha: Endlich neue Computertechnik für Oberschüler

Über den Digitalpakt konnten 16 Arbeitsplätze neu ausgestattet werden. Das ist aber noch nicht alles, was die Schüler erwartet.

Kim Wagner und Til Ferber haben die Oberschule in Hartha im vergangenen Frühjahr abgeschlossen. Jetzt helfen die beiden als Praktikanten, die neue Computertechnik an ihrer „alten“ Schule einzurichten.
Kim Wagner und Til Ferber haben die Oberschule in Hartha im vergangenen Frühjahr abgeschlossen. Jetzt helfen die beiden als Praktikanten, die neue Computertechnik an ihrer „alten“ Schule einzurichten. © Dietmar Thomas

Hartha. An Uraltgeräten zeitgemäß Wissen zu vermitteln, ist nahezu unmöglich. Das haben die Lehrer in vielen Oberschulen des Landkreises zu spüren bekommen. Erleichterung macht sich deshalb auch an der Pestalozzi-Oberschule in Hartha breit, denn dort konnte Thomas Schunke, der IT-Spezialist des Hauses, in den vergangenen Tagen 16 Arbeitsplätze mit Hard- und Software komplett neu ausstatten.

Bei der Einrichtung sind ihm Kim Wagner und Til Ferber zur Hand gegangen. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben die beiden 17-Jährigen selbst auf diesen Stühlen in der Oberschule in Hartha gesessen. Jetzt sind beide Fachabiturienten des Bereiches Gesundheit und Soziales und absolvierten an ihrer „alten“ Schule seit der letzten Februar-Woche ihr Praktikum im sozialen Bereich.

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Beide können sich ganz gut vorstellen, wie ihre „Nachfolger“ in der nächsten Woche staunen werden, wenn sie nach Monaten der coronabedingten Einschränkungen und des Lernens daheim an die Schule zurückdürfen – zunächst im Wechselunterricht.

Auch Böden und Decken sind neu

Für die „halbe“ Klassen ist der neue Informatik-Unterrichtsraum wie gemacht. Nur noch ein paar Kartons liegen am Boden. Sind die weggeräumt, dann kann es losgehen in diesem Raum, der ebenfalls eine neue interaktive Tafel, einen neuen Fußboden sowie eine Schallschutzdecke bekommen hat.

„Das hängt allerdings nicht mit dem Digitalpakt zusammen“, sagt Schulleiterin Heike Brüssau. Grund für die weitergehenden Erneuerungen seien die laufenden Sanierungsarbeiten in dem mehr als 100 Jahre alten Schulgebäude.

Seit 2018 werden sämtliche Elektroleitungen erneuert und die Schule so um- und ausgebaut, dass sie den aktuellen Erfordernissen des Brandschutzes entspricht. In diesem Zusammenhang sind, nachdem Wände, Böden und Decken aufgerissen waren, die Räume unter anderem auch mit den Schallschutzdecken ausgestattet worden.

Pandemie bremst Handwerker aus

Die Sanierungen laufen noch. Laut Bauschild vor dem Schulgebäude sollten sie eigentlich schon im Herbst 2020 abgeschlossen sein. Doch es hat die eine oder andere Verzögerung gegeben – manche war auch durch die Pandemie bedingt.

Nicht immer konnten die Handwerker richtig durchstarten. Materialmangel hat zuletzt zum Beispiel die Trockenbauer ausgebremst. Die Verzögerungen machen sich dann bei allen folgenden Gewerken bemerkbar.

Insgesamt kommen Schüler, Lehrer und Handwerker gut miteinander aus. Wo es möglich sein, würden die Arbeiter Rücksicht auf den Unterrichtsbetrieb nehmen und etwa lärmintensive Arbeiten auch einmal in die Nachmittagsstunden verlegen, sofern der Arbeitsablauf dies zulasse.

Leerrohre für Glasfaser liegen schon

Ein zweites Computerkabinett mit der jetzt etwas älteren Technik wird im Raum gegenüber eingerichtet. Dorthin zieht auch die bisherige interaktive Tafel um. Sie war mit der neu angeschafften Technik nicht kompatibel, erklärt Heike Brüssau. Wann dort ein Austausch gegen zeitgemäße Hard- und Software möglich ist, das wissen die Lehrer im Moment noch nicht.

Sie hoffen zunächst, dass die Schüler an und mit den neuen Rechnern gut arbeiten können. Das wird sich ab nächster Woche herausstellen. Auch, ob die Kapazität des anliegenden Internets genügt.

Zwar läuft im Stadtgebiet von Hartha gerade der Ausbau fürs schnelle Internet. Doch ab wann das auch in die Klassenräume kommt, davon lassen sich Schüler und Lehrer überraschen. „Ich hoffe, noch 2021“, sagt Thomas Schunke. Leerrohre fürs Glasfaserkabel liegen an der Oberschule schon einmal an.

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