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Hartha: Jugend für Städtepartnerschaft begeistern

Seit 30 Jahren verbindet die Städte Hartha und Fröndenberg eine Freundschaft. Nun soll diese wieder aktiver gestaltet werden.

Ein Besuch der Kirche gehörte zum Partnerstadt-Treffen der Fröndenberger und Harthaer dazu. Kirchenvorstand Michael Fromm (vorn) gibt Erläuterungen zur Sanierung des Gotteshauses.
Ein Besuch der Kirche gehörte zum Partnerstadt-Treffen der Fröndenberger und Harthaer dazu. Kirchenvorstand Michael Fromm (vorn) gibt Erläuterungen zur Sanierung des Gotteshauses. © Thomas Kube

Hartha. Die Harthaer Geflügelzüchter, die Leichtathleten, die Kirchgemeinde und die Feuerwehrleute haben in den vergangenen Jahren immer mit ihren Partnern in Fröndenberg in Kontakt gestanden und sich gegenseitig besucht. Die Notenchaoten haben in der Partnerstadt für Unterhaltung gesorgt und auch das Volksradfahren in Fröndenberg war in den vergangenen Jahren ein Anlass für viele Harthaer, der Partnerstadt einen Besuch abzustatten.

„Unsere Zusammenarbeit ist kontinuierlich, auch wenn sie nicht immer für jeden sichtbar ist“, sagte Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).Das allerdings war am vergangenen Wochenende anders. Eine 22-köpfige Delegation unter Leitung von Bürgermeisterin Sabine Müller (SPD) weilte in Hartha, um gemeinsam das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zu feiern.

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Mit dabei war auch Altbürgermeister Willy Demmer, der die Städtepartnerschaft gemeinsam mit dem damaligen Harthaer Bürgermeister Peter Daniel angeschoben hat. Er habe Hartha nie aus dem Auge verloren. Wenn es ging, war er bei allen Besuchen in der sächsischen Partnerstadt dabei.

Zwei Städte mit ähnlichen Problemen

Während es damals relativ einfach war, die Stadt Hartha mit Rat und Tat und einiger moderner Technik zu unterstützen, steht nun der Erfahrungsaustausch im Vordergrund.

Denn die beiden Städte haben viele Dinge, die sie gleichsam bewegen und für die sie beide nach Lösungen suchen. Dazu gehören unter anderem die Stadtentwicklung oder der Fachkräftemangel.

Damit die Städtepartnerschaft auch noch in vielen Jahren lebt, können sich beide Bürgermeister künftig einen Schüleraustausch vorstellen. Außerdem wurde zur Festveranstaltung in der Hartharena der Freundschaftsvertrag, der 1991 und vor 20 Jahren von den beiden Stadtoberhäuptern unterschrieben wurde, erneuert.

Festveranstaltung in der Hartharena

„Wir haben die Veranstaltung genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Deshalb waren Vertreter von Vereinen, Unternehmen, verdiente Bürger, die stadt- und Ortschaftsräte mit ihren Partnern eingeladen. „Das sollte auch ein kleiner Dank an diejenigen sein, die das ehrenamtliche Engagement ihres Partners unterstützen“, sagte Ronald Kunze.

Die Delegation reiste bereits am Freitagabend an. Auf dem Plan stand unter anderem ein Besuch bei der Firma Naturstein Just. „Unsere Gäste waren von der Schönheit und Vielfalt der Steine begeistert. Bei einem Betriebsrundgang konnten sie den Weg des Steins vom Rohling bis zum fertigen Produkt verfolgen. Das hat die Fröndenberger beeindruckt“, so Kunze.

Emotional wurde es dann in der Wendishainer Kirche. Günter Roßberg, Betriebsleiter des Kultur- und Sportbetriebes, ist in seiner Freizeit Organist. Er spielte beim Eintreffen der Delegation an der Orgel. „Das war sehr ergreifend“, so Ronald Kunze. Danach ging es in Richtung Gersdorf. Hier übernahm der ehemalige Harthaer Bürgermeister Gerald Herbst die Führung und erzählte viel über die Geschichte dieser Region. Den Abschluss des Besuches bildete der ökumenische Gottesdienst in der Harthaer Stadtkirche anlässlich des Tages der Einheit.

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