merken
PLUS Döbeln

Fröndenberger Stiftung macht über 20 Familien glücklich

Nach der Flutkatastrophe in der Partnerstadt werden Spenden gesammelt. Die Kirchgemeinde und Stadtverwaltung beteiligen sich daran.

Viele Keller standen nach den Unwettern in Fröndenberg komplett unter Wasser.
Viele Keller standen nach den Unwettern in Fröndenberg komplett unter Wasser. © Hellweger Anzeiger/Archiv/Udo He

Von Maximilian Konrad (Hellweger Anzeiger) und Sylvia Jentzsch

Hartha. Das Elend in Fröndenberg nach den Hochwasser-Katastrophen war groß: Viele Keller von Familien liefen voll. Einige bangen immer noch um ihre Existenz. Von technischen Geräten über Spielsachen bis hin zu Wertgegenständen: Der finanzielle Schaden für einige Haushalte stieg schnell an.

Anzeige
Die besten Arbeiten aus 2021
Die besten Arbeiten aus 2021

Maler, Tischler und Raumausstatter zeigen in njumii - das Bildungszentrum des Handwerks ihr ganzes Können: kreativ, innovativ und meisterhaft.

Die Bilder erschütterten auch die Einwohner der Partnerstadt Hartha. Die Kirchgemeinde organisierte sofort eine Spendenaktion. „Wir haben schon 2.000 Euro überwiesen. 400 Euro davon kommen von Bürgermeister Ronald Kunze und Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Das Spendenkonto lassen wir noch offen“, sagte Kirchenvorstand Michael Fromm auf Nachfrage von Sächsische.de. So habe jeder, der die betroffenen Fröndenberger unterstützen will, noch die Möglichkeit, einen finanziellen Beitrag zu leisten.

Ergebnis hat Erwartungen übertroffen

Um direkt und schnell zu helfen, startete auch die Stiftung Gutes-Tun einen Spendenaufruf. Alle Spenden sollten hier zentral zusammenlaufen, damit sie nach dem Ende der Sammlungen an die Betroffenen verteilt werden können. Vor Kurzem hat die Stiftung das Sammeln beendet. Und das Ergebnis hat alle Erwartungen übertroffen.

„Es kamen über 50.000 Euro zusammen. Damit hätten wir niemals gerechnet“, sagt Jochen Hänel, Vorsitzender des lokalen Beirates der Gutes-Tun-Stiftung. „Als zu Beginn 10.000 Euro der Sparkasse Unna Kamen gespendet wurden, hatten wir uns gedacht, dass wir mit 20.000 Euro gut dabei wären. Aber über 50.000 Euro hat keiner erwartet.“

Viele wollen helfen

Neben Großspendern wie der Sparkasse und den Stadtwerken Fröndenberg Wickede unterstützten einige Firmen, Vereine aber auch viele private Spender die Stiftung – und weiter über Fröndenberg und Umgebung hinaus.

„Es gab Beteiligungen aus Brilon, Münster und anderen Orten, die weiter entfernt liegen“, erzählt Hänel. Auch eine Kirchenmusikerin aus Bremerhaven wurde auf das Schicksal der Ruhrstadt aufmerksam und startete eine Spendenaktion, die noch andauert.

Und wie geht es weiter?

Demnächst sollen die eingesammelten Spenden an die betroffenen Familien, die sich bei der Stiftung gemeldet hatten, ausgezahlt werden. „Über 20 Haushalte haben uns kontaktiert“, berichtet der Vorsitzende.

Das Geld wird allerdings nicht gleichmäßig verteilt, sondern nach dem Ausmaß des Schadens, den die einzelnen Familien erlitten haben. Direkt nach der Flut haben sich Hänel und die Mitglieder der Bürgerstiftung einen Überblick vor Ort verschafft. „Es wird eine Staffelung der Auszahlungen geben.

  • Nachrichten aus der Region Döbeln von Sächsische.de gibt es auch bei Facebook und Instagram

Manch einer benötigt eine neue Waschmaschine, andere hat es viel schwerer getroffen“, erzählt Hänel. Fest steht: Die Stiftung versucht jedem Haushalt mit der ausgezahlten Summe gerecht zu werden. Und wie es der Vorsitzende auf den Punkt bringt: „Es ist weitaus mehr dabei herumgekommen, als dass die Entsorgung des Sperrmülls übernommen wird.“

Mehr zum Thema Döbeln