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Was macht Hartha gegen Hundekot?

Bisher gab es Hundebeutelspender verteilt im Stadtgebiet von Hartha. Nachdem sie beschädigt wurden, hat die Verwaltung nun andere Ideen.

Die Flemmingener Straße ist einer der Schwerpunkte für Hundehaufen in Hartha. Doch gibt es bald eine Lösung für das Problem?
Die Flemmingener Straße ist einer der Schwerpunkte für Hundehaufen in Hartha. Doch gibt es bald eine Lösung für das Problem? © Stadtverwaltung Hartha

Hartha. Es kommt nicht selten vor, dass der ein oder andere Harthaer in den städtischen Parks in einen Hundehaufen tritt. Vor allem in letzter Zeit hätten sich die Verunreinigungen und Beschwerden deshalb vermehrt, sagt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Zu finden seien die Haufen auf öffentlichen Grünflächen, Bürgersteigen und sogar auf Spielplätzen. Nicht zuletzt deshalb, wurden die Hundehalter von Hartha in der letzten Ausgabe des Stadtanzeigers erneut auf ihre Pflichten hingewiesen.

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„Verschmutzungen durch Hundekot bieten nicht nur einen unerfreulichen Anblick und belästigen andere Bürger. Vor allem können Krankheiten übertragen werden, sodass gesundheitliche Gefahren, beispielsweise für spielende Kinder nicht auszuschließen sind“, schreibt die Verwaltung im Amtsblatt.

Grundsätzlichen sind die Hundehalter verantwortlich, dass ihr Tier nicht unbeaufsichtigt herumläuft oder Personen und andere Tiere gefährdend anfällt. „Sie haben auch dafür Sorge zu tragen, dass öffentliche Verkehrsflächen oder öffentliche Anlagen nicht durch Hundekot verunreinigt werden“, so Kunze weiter.

Hundebeutel in Hartha bald im Geschäft statt am Spender?

Doch im Stadtgebiet ist es für Hundebesitzer nicht mehr einfach, an Hundebeutel zu kommen. Die von der Stadtverwaltung angebrachten Hundebeutelspender sind in den vergangenen Monaten Vandalen zum Opfer gefallen. „Wir mussten nach den Beschädigungen alle abnehmen“, sagt Bürgermeister Ronald Kunze. „Nun bekommen Hundebesitzer die Kotbeutel nur noch im Rathaus kostenfrei.“

Doch nach Angaben des Bürgermeisters soll sich das bald wieder ändern. Die Thematik sei in der vergangenen Stadtratssitzung bereits angesprochen wurden. „Die Verwaltung wurde beauftragt, über eine Lösung nachzudenken“, so Kunze. Ihm zufolge gebe es zwei Möglichkeiten, die in der kommenden Sitzung der Räte nun noch einmal ausführlicher besprochen werden müssten.

Zum einen könne die Verwaltung erneut Hundebeutelspender aufstellen. „Das kostet uns jedoch Geld und wir wissen nicht, wie lange sie diesmal unbeschädigt hängen bleiben“, sagt der Bürgermeister. „Oder aber, und diese Idee favorisiere ich, wir verteilen die Hundebeutel unter den städtischen Händlern und diese geben sie kostenfrei an die Bürger ab.“

Zweiteres habe dem Bürgermeister zufolge auch den Nebeneffekt, dass mehr Menschen in die Geschäfte hinein gehen würden. Welche der beiden Lösungen nun endgültig umgesetzt werden, wird dann in der kommenden Stadtratssitzung entschieden.

Bis dahin appelliert die Stadt an die Hundebesitzer selbst, Beutel mitzuführen und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. „Nicht entsorgter Hundekot oder auch das falsche Entsorgen von Hundekottüten kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet oder sogar andere Maßnahmen zulasten des Hundehalters ergriffen werden“, weist die Verwaltung im Amtsblatt darauf hin.

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