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Brand zerstört Haus in Börtewitz komplett

Die Löscharbeiten bei Leisnig dauern die ganze Nacht an. Ein Feuerwehrmann wird verletzt. Auch das THW und Umweltamt sind vor Ort - Beitrag mit Video.

Ein Brand hat in der Nacht zum Freitag ein Haus in Börtewitz bei Leisnig vollständig zerstört. Zahlreiche Feuerwehren waren vor Ort.
Ein Brand hat in der Nacht zum Freitag ein Haus in Börtewitz bei Leisnig vollständig zerstört. Zahlreiche Feuerwehren waren vor Ort. © Dietmar Thomas

Leisnig. In der Nacht zu Freitag brach im Leisniger Ortsteil Börtewitz in einer zum Wohnhaus mit Garage umgebauten Scheune ein Feuer aus. Gegen 23.55 Uhr wurden Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte zu dem Brand an der Neuen Straße in der Nähe der Kulturscheune gerufen.

Wie der Einsatzleiter und stellvertretende Leisniger Wehrleiter René Gentzsch einem Reporter von Sächsische.de vor Ort mitgeteilt hat, stand das Gebäude bei Eintreffen der Kameraden in Vollbrand. Es musste umgehend gelöscht werden, um ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Der Brand entstand aus bisher ungeklärter Ursache in der Garage, in der sich unter anderem ein Hyundai und ein Krad Suzuki befanden.

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Das Feuer griff innerhalb weniger Minuten auf das gesamte Gebäude über und zerstörte das ganze Haus. Die etwa 70 Einsatzkräfte aus Leisnig und allen Ortsteilen sowie Hartha versuchten, mithilfe mehrerer Wasserleitungen sowie über die Drehleiter den Brand unter Atemschutz zu löschen. Das Löschwasser konnten sie aus einem etwa 100 Meter entfernten, gut gefüllten Löschteich entnehmen.

Hochdruckleitung bei Löscharbeiten in Börtewitz geplatzt

Trotzdem konnten die Kameraden das Feuer erst knapp eineinhalb Stunden später unter Kontrolle bringen. Besonders gefährlich war bei den Löscharbeiten der mit 3.000 Litern Öl gefüllte Heizöltank, der sich ebenfalls in der Garage befand. Diesen mussten die Feuerwehrleute vor dem Auslaufen sichern.

Das sei nach Informationen vom Freitagmorgen auch gelungen. Der Tank war eingehaust. Eigentlich sollte dies vor der Kälte im Winter schützen, hat aber jetzt auch gegen das Feuer geholfen. Trotzdem sah sich ein Mitarbeiter des Umweltamtes vor Ort um.

© Erik-Holm Langhof
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© Erik-Holm Langhof
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© Dietmar Thomas
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© Dietmar Thomas

„Die beiden Bewohner brachten sich selbstständig in Sicherheit und wählten anschließend den Notruf“, teilt Julia Schwarzenberg von der Polizeidirektion Chemnitz mit. Sie blieben unverletzt. Der Eigentümer konnte den Einsatzkräften nur noch dabei zusehen, wie das Gebäude vollständig durch die Flammen zerstört wurde. Die Bewohner kamen anschließend bei Verwandten unter.

Bei den Löscharbeiten kam es zu einem Unfall, nach dem ein Feuerwehrmann vom Rettungsdienst behandelt werden musste. Bei dem Löschangriff direkt am Haus platzte eine Hochdruckleitung und verletzte den Kameraden.

Brandursachenermittler der Polizei am Freitag vor Ort

Zusätzlich zu den Feuerwehrleuten wurde gegen 3 Uhr ein Statiker des THW Döbeln zur Einsatzstelle gerufen, um den Zustand des Hauses zu begutachten. Außerdem rissen die Männer vom THW eine Mauer ein, damit das Fahrzeug und das Krad aus der Garage gezogen werden konnten. Zu retten waren sie jedoch nicht mehr. Zusammen mit anderen Utensilien aus dem Gebäude bilden sie vor dem Haus einen Trümmerberg.

Die Nachlöscharbeiten dauerten die ganze Nacht. Erst nach 8 Uhr am Freitagmorgen konnten die Feuerwehrleute den Einsatzort verlassen. Die Polizei nahm vor Ort die ersten Zeugenaussagen sowie die Ermittlungen auf. Brandursachenermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei untersuchten am Freitagmorgen den Brandort. „Abschließende Aussagen zur Brandursache liegen noch nicht vor. Die Polizei führt hierzu weitere Ermittlungen“, so die Polizeisprecherin. Die Höhe des Sachschadens ist ebenfalls noch nicht bekannt.

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Die Ortsdurchfahrt von Börtewitz war bis in den Morgen hinein größtenteils gesperrt. Die Einsatzkräfte vor Ort wurden durch die Schnelle Einsatzgruppe der Johanniter mit Essen und Getränken versorgt.

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