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Hartha: Saisonstart ohne Winterwanderung

Der Harthaer Heimatverein bietet viele Veranstaltungen an. Einige mussten coronabedingt ausfallen. Andere Vorhaben wurden umgesetzt.

Die diesjährige Winterwanderung des Heimatvereins Hartha, wie hier im vergangenen Jahr, muss coronabedingt ausfallen. Doch einige Veranstaltungen werden aus 2020 nachgeholt.
Die diesjährige Winterwanderung des Heimatvereins Hartha, wie hier im vergangenen Jahr, muss coronabedingt ausfallen. Doch einige Veranstaltungen werden aus 2020 nachgeholt. © Archiv/Dietmar Thomas

Hartha. Für den 10. Januar wollten die Mitglieder des Heimatvereins wieder eine Winterwanderung anbieten. Schon seit einigen Jahren startet der Verein so in seine neue Saison. Viele Harthaer und Gäste nahmen in den vergangenen Jahren das tolle Angebot an. Doch wegen Corona muss der Verein diese Veranstaltung streichen.

„Das ist leider nicht unsere einzige Aktion, die dem Virus zum Opfer gefallen ist“, sagte Vereinsvorsitzende Silke Weise. Zur Jahreshauptversammlung im Dezember zog sie Bilanz. So musste unter anderem der Frühjahrsputz gestrichen werden. In diesem Jahr ist er für Ende März geplant. Sollte der Termin nicht realistisch sein, steht der 24. April als Ausweich im Veranstaltungsplan.

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Verschönerungen und Bau in Harthas Stadtgebiet

Trotz allen Einschränkungen können die Heimatfreunde und die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Wir für ein schönes Hartha“ als Untergruppe auf viele Dinge zurückblicken, die ihre Heimatstadt wieder ein Stück schöner und interessanter gemacht haben. Dazu gehört die Einweihung des Bismarck-Steins am Heegweg Anfang Januar 2020.

Auch die Heimatstube an der Nordstraße 2 öffnete, wenn auch später als geplant, ihre Türen und es wurde die Sonderausstellung zum Thema Gaststätten präsentiert. Eine Ausstellung, die sicher viele mit Wehmut betrachten wurden, da es in Hartha keine mehr gibt. Im August hatte die Heimatstube jeden Sonntag geöffnet, damit die Sonderausstellung von vielen Interessenten besucht werden konnte.

„Das wurde gut angenommen“, sagte Silke Weise. Trotz dieser Bemühungen reißt die coronabedingte Schließung der Heimatstube ein Loch in die Vereinskasse. Denn Miete und Nebenkosten müssen bezahlt werden, obwohl kaum Einnahmen dagegen stehen. Das trifft auch auf das Kleiderstübchen an der Dresdener Straße zu.

„Den ersten Lockdown haben wir für die Erweiterung der Räume genutzt“, so Silke Weise. Doch nun ist das Kleiderstübchen, wie alle anderen Bekleidungsgeschäfte schon seit Dezember geschlossen. „Wir werden uns da etwas einfallen lassen, um diese Zeit zu überbrücken“, so die Vereinsvorsitzende.

Zu den großen Projekten, die der Heimatverein stemmte, gehören die Unterstützung bei der Verschönerung des Dorfplatzes in Schönerstädt und der Bau des Rastplatzes am ehemaligen Bahnhof.


Am ehemaligen Bahnhof in Hartha ist ein Rastplatz entstanden. Im November pflanzten die Mitglieder und Unterstützer der IG "Wir für ein schönes Hartha" Bäume und Sträucher.
Am ehemaligen Bahnhof in Hartha ist ein Rastplatz entstanden. Im November pflanzten die Mitglieder und Unterstützer der IG "Wir für ein schönes Hartha" Bäume und Sträucher. © Dietmar Thomas

Neuer Vorstand und zufriedene Bilanz

„Zu den Dingen, die wir nicht umsetzen konnten, zählt der für Oktober geplante Dia-Vortrag zur Historie der Stadt mit anschließendem Rundgang“, so die Vereinsvorsitzende. Nachgeholt werden soll er am 10. Oktober dieses Jahres. „Dafür konnten wir den interessanten Vortrag Burgen-Schlösser-Herrenhäuser zwei Mal in der Stadtkirche anbieten“, so Silke Weise. Außerdem habe es noch den Vortrag „Kreuz und quer durch Mittelsachsen im Rathaus gegeben, der sehr gut besucht war.

Grundsätzlich sind die Mitglieder mit dem Geschaffenen im vergangenen Jahr zufrieden. Sie wählten ihren neuen Vorstand, der personell der gleiche geblieben ist. Es gab lediglich eine Umbesetzung im Bereich Kasse und Kassenprüfung.

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