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Hickhack um Corona-Tests für Schüler

Der Schnelltest, der am ersten Schultag erfolgen soll, scheint gesichert. Doch wie sieht es mit den Selbsttests aus?

Statt mit Selbsttests sollen die Schüler am Montag mit Schnelltests getestet werden.
Statt mit Selbsttests sollen die Schüler am Montag mit Schnelltests getestet werden. © dpa

Region Döbeln. In den weiterführenden Schulen in der Region Döbeln herrscht eine gewisse Unsicherheit. Und immer wieder ist der Satz zu hören: Das wird noch spannend.

Am Montag sollen auch die Schüler ab der fünften Klasse wieder zum Präsenzunterricht in den Schulen erscheinen und im Wechselmodell unterrichtet werden. In den meisten Bildungseinrichtungen ist der wöchentliche Wechsel von jeweils der Hälfte jeder Klasse vorgesehen.

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Bevor der Unterricht startet, sollen die Schüler auf das Coronavirus getestet werden. Noch vor einer Woche hieß es, dass das mittels Selbsttest erfolgen soll. Doch schnell vollführte die Politik bildlich die Rolle rückwärts. Denn in dieser kurzen Zeit scheint es unmöglich zu sein, eine so große Menge Selbsttests zu beschaffen.

„Wir arbeiten hinter den Kulissen mit Hochdruck daran. Aber wir können trotz aller Logistik nicht garantieren, dass die Selbsttests bis zum 15. März da sind“, erklärt Roman Schulz, Pressesprecher des Landesamtes für Bildung und Schule.

Unterstützung vom DRK

Deshalb sollen statt der verpflichtenden Selbsttests am Montag freiwillige Schnelltests zum Einsatz kommen. Mit denen wird auch nicht, wie ursprünglich vorgesehen ab der fünften, sondern erst ab der siebten Klasse getestet. Die Tests müssen zudem von einer dafür ausgebildeten Person vorgenommen werden. Und um die muss sich jede Schule selbst kümmern.

Die meisten Einrichtungen bekommen Unterstützung vom DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen, wie schon vor einigen Wochen, als die Abschlussklassen den Unterricht wieder aufnehmen konnten.

Für die Schnelltests benötigen die Schüler zudem eine Einverständniserklärung der Eltern. Vorausschauend haben diese Heike Geißler vom Martin-Luther Gymnasium in Hartha und Katrin Wagner von der Oberschule Am Holländer in Döbeln schon vor zwei bis drei Wochen abgefordert. Somit können die Tests am Montag sofort starten. Für die Schüler der Oberschule steht dafür erstmals die Sporthalle zur Verfügung.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Auch Jan Genscher, Schulleiter der Waldheimer Oberschule wünscht sich einen zeitigen Test am 15. März. Eine prinzipielle Zusage hatte er am Donnerstag vom DRK bereits, aber keinen zeitlichen Termin. „Die Eltern haben schon Sorge, ob wir noch alles im Griff haben“, so Genscher.

Was das Hygienekonzept der Schule betrifft, ist er sich da ganz sicher. „Jeder weiß, was er wo und wie zu beachten hat.“ Aber auf die Tests hat er keinen Einfluss. Das Hin und Her rufe sehr viel Unruhe bei Schülern, Eltern und Lehrern hervor.

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