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Geldsegen für Leisnig

Das Hospiz darf sich über eine höhere Spendensumme freuen und Stadtgärtner Steffen Holz über 975 Euro, die er für Blumenschmuck ausgeben darf.

Namens seiner Mitarbeiter übergibt Cotesa-Geschäftsführer Christian Bartsch (rechts) einen Scheck über eine 2.500-Euro-Spende an den Leiter des Leisniger Hospiz Eiko Weber.
Namens seiner Mitarbeiter übergibt Cotesa-Geschäftsführer Christian Bartsch (rechts) einen Scheck über eine 2.500-Euro-Spende an den Leiter des Leisniger Hospiz Eiko Weber. © privat

Leisnig/Region Döbeln. Nach dem Hochwasser im Westen der Republik scheinen die Menschen in Deutschland wieder ein Stück mehr zusammenzurücken, sich auch dafür zu interessieren, wie es dem Nachbarn geht. Einige solcher Beispiele gab es aber schon vor der Hochwasserkatastrophe.

Auch die Pandemie hat bei manchem ein Umdenken bewirkt. Der eine oder andere ist ein wenig achtsamer geworden, dankbar dafür, dass er sich nicht mit dem Virus infiziert hat, dass er weiterarbeiten konnte, dass es der Familie gut geht.

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Cotesa-Mitarbeiter spenden Weihnachtsgeschenk

Bei Cotesa gibt es jedes Jahr im Advent kleine Geschenke als Wertschätzung für jeden Beschäftigten in den Werken in Mittweida und Mochau. Darauf haben die Beschäftigten 2020 verzichtet.

"Der Gedanke war, dass in Zeiten, in denen viele sogar um ihre Existenz bangen, dieses Geld an anderer Stelle sicher noch wirksamer eingesetzt werden kann", erklärt Evelyn Renné, Leiterin der Unternehmenskommunikation, den Hintergrund.

Wie sie weiter schildert, würden sich viele Cotesa-Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Von ihnen seien dann auch die Vorschläge gekommen, wo das gespendete Geld eingesetzt werden könnte.

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Die Wahl fiel schließlich auf das Hospiz "Lebenszeit" in Leisnig sowie den Verein Erucula und dessen Projekt "Freizeit-Franz". Das Spielmobil bringt Spiel-Spaß auch nach Leisnig und Hartha sowie in ländliche Gebiete wie Kriebstein, Marbach und Etzdorf.

Beide Begünstigten hat Cotesa-Geschäftsführer Christian Bartusch jetzt, nachdem das Geld schon längst überwiesen ist, noch einmal besucht. Nicht nur, um den symbolischen Spendenscheck zu überreichen, sondern um sich ein Bild von der Arbeit vor Ort zu machen.

Nun kann er den Kollegen versichern, dass ihre Spende wirklich gut angelegt ist. "Der Blick in den Alltag zeigt, wie wertvoll die Arbeit und wie hoch der persönliche Einsatz der Mitarbeiter im Hospiz und bei Erucula ist. Unsere Hochachtung dafür", so der Cotesa-Chef. Das Unternehmen ist führender Hersteller von hochwertigen Faserverbundbauteilen für die Luftfahrt sowie den Automobilbau.

Helios-Klinik schmückt mit

Eine in der Höhe dem Anlass angepasste Spende durften jetzt auch Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) sowie Stadtgärtner Steffen Holz entgegennehmen. Julian Zimmer, Geschäftsführer der Helios-Klinik in Leisnig, überreichte 975 Euro. Vor 975 Jahren ist die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt worden.

„Leisnig ist eine Stadt mit langer Historie, und auch unser Klinikstandort hat eine über 150-jährige Tradition hier vor Ort“, sagte Julian Zimmer. „Daher fühlen wir uns der Stadt sehr verbunden", so Zimmer weiter.

Aus diesem Grund beteilige sich die Klinik an der Aktion "Leisnig schmückt". Das gespendete Geld soll konkret der Stadtgärtnerei zur Stadtbepflanzung zur Verfügung gestellt werden.

Aber auch selbst hat die Klinik geschmückt. Seit einigen Tagen flattern vor der Notaufnahme Fahnen mit dem Stadtwappen Leisnigs und dem Logo der Helios-Kliniken.

Sportverein VfB Leisnig zeigt sich spendabel

Nicht mehr um Geld ging es bei einer Spendenübergabe, zu der Jörg Lippert kurz vor Schuljahresschluss die Leisniger Grundschüler besuchte. Er hatte sportliches Spielzeug wie Bälle im Gepäck. Im Winter 2020 überraschte er auf ähnliche Weise die Mädchen und Jungen der Kita in Polditz.

Über die Aktion "Scheine für Vereine" sind die Sportler des VfB Leisnig im vergangenen Jahr sogar zu einem Tischkicker gekommen.
Über die Aktion "Scheine für Vereine" sind die Sportler des VfB Leisnig im vergangenen Jahr sogar zu einem Tischkicker gekommen. © Dietmar Thomas/Archiv

Aussuchen durfte sich der Sportverein VfB Leisnig, dessen Präsident Lippert ist, die Sportgeräte bei Rewe. Der Handelskonzern hatte seine Aktion "Scheine für Vereine" neu aufgelegt.

Mehr als 14.000 solcher Scheine haben Kunden, die bei Rewe in Leisnig eingekauft haben, allein für den VfB gesammelt. Auch andere Vereine wie der SV Leisnig beteiligten sich an der Aktion.

Für eine gewisse Einkaufssumme gab es einen solchen Schein. Den wiederum konnten die Teilnehmenden dann gegen Dinge eintauschen, die für den Vereinssport nützlich sind.

Miteinander und Füreinander ist die Devise

Nun können sich Schulen oder Kitas an dieser Rewe-Initiative nicht beteiligen. Die meisten dieser Einrichtungen haben keinen Förderverein. Das ist ein Ausschlusskriterium für die Aktion, nicht aber für Jörg Lippert.

Er beziehungsweise der VfB Leisnig geben ab, und zwar an diejenigen Einrichtungen, die den Fußballverein dabei unterstützen, etwas für Leisnig auf die Beine zu stellen.

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Dazu gehört seit einigen Jahren das Sommerfest. Bei dem stehen oftmals Schul- und Kindergartenkinder auf der Bühne, unterhalten die Zuschauer. So hilft jeder jedem, gibt der eine dem anderen etwas zurück.

Unter diesem Gesichtspunkt bereitet der VfB auch das Sommerfest 2022 vor. Die Feste 2020 und 2021 mussten coronabedingt abgesagt werden. Wenn nächsten Sommer gefeiert werden kann, dann auch das 101-jährige Bestehen des VfB. Das wollen sich die Sportler und Funktionäre nicht nehmen lassen.

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