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Hüftschwungtrainer für die Kriebsteiner

Das Gelände der ehemaligen Rollsportanlage in Kriebethal soll umgestaltet werden. Das klappt nur mit viel Fördergeld.

Die früher vom Kriebsteiner Rollsportclub genutzte Anlage ist verwaist. Die Kommune unternimmt jetzt einen weiteren Versuch, an Fördergeld zu kommen, um das Areal herzurichten.
Die früher vom Kriebsteiner Rollsportclub genutzte Anlage ist verwaist. Die Kommune unternimmt jetzt einen weiteren Versuch, an Fördergeld zu kommen, um das Areal herzurichten. © Lars Halbauer

Kriebstein. Schon seit mehreren Jahren ist die Rollsportanlage in Kriebethal immer wieder Thema im Gemeinderat. Seit Jahren wird sie von den Rollsportlern nicht mehr genutzt. Kommt jetzt Bewegung in die Sache?

Ein Förderprogramm des Bundesministeriums des Innern (BMI) könnte es möglich machen. „Genau da hinein würde die Sanierung unserer Rollsportanlage passen“, so Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler). Die Gemeinde reagierte schnell und reichte umgehend einen Zuwendungsantrag ein.

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„Die Unterlagen dafür mussten wir nur aus der Schublade holen“, so Maria Euchler. Denn mit dem gleichen Prozedere hatte die Gemeinde bereits vor zwei Jahren den Versuch gestartet, an Geld zu kommen. Ohne Erfolg. Der Zuwendungsantrag wurde damals abgelehnt. Immerhin stellt der Bund Fördermittel in Höhe von 90 Prozent in Aussicht. Nur damit wäre die Sanierung der Anlage für die Gemeinde überhaupt machbar.

Umgestaltung für über eine halbe Million Euro

Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde ihren Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent in den Haushalt für das kommende Jahr verbindlich einplant. Dafür gaben die Rät in der jüngsten Sitzung „grünes Licht“. Insgesamt fallen den Planungen zufolge rund 553.000 Euro für das Vorhaben an.

Vor Jahren hat auf der Anlage der Kriebsteiner Rollsportclub 1961 trainiert. Wegen des schlechten Zustands musste der Verein auf eine Halle in Waldheim ausweichen. „Die Bahn kann den Ansprüchen und Wettkampfbedingungen nicht mehr standhalten“, so Maria Euchler. Zudem ist sie auch für die Kinder des Dorfes wegen des defekten Belages kaum mehr als Sport- und Spielanlage nutzbar.

Ziel der Gemeinde ist es nun, den Platz durch einen Umbau wiederzubeleben, aber nicht ausschließlich für den Rollsport. Vielmehr soll ein Areal entstehen, auf dem sich Jung und Alt treffen und ihre Freizeit verbringen können. 

Dazu soll auf einem Bereich von 20 mal 26 Metern eine neue nutzbare Rollschuhbahn entstehen, die im Winter auch als Eislaufbahn genutzt werden könnte. Der zweite Teil der jetzigen alten Anlage soll künftig dem Teamsport gehören.

Auch Rollstuhl-Fahrer könnten den Platz nutzen

Geplant ist es, den derzeitigen Betonboden durch einen wasserdurchlässigen Kunststoffbelag zu ersetzen. Darauf sollen Hockey-Tore aufgestellt werden, ebenso zwei höhenverstellbare Basketballkörbe, die es auch für Rollstuhlfahrern ermöglichen, den Platz zu nutzen.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten sind auf dem rund um die Bahn befindlichen Wiesenstreifen geplant. Dort sollen unter anderem eine Kletter- und eine Kreidemalwand, ein Klettergerüst, Rutsche und Wipptiere für  Kinder und Jugendliche aufgestellt werden. 

Outdoorgeräte für ältere Generation

Aber auch an die ältere Generation wird gedacht. Für sie sind Outdoor-Trainingsgeräte für Erwachsene jedes Alters- und Leistungsstandes geplant, unter anderem ein Gleichgewichtstrainer, Sitzfahrrad und Hüftschwungtrainer.

Bürgermeisterin Maria Euchler und die Gemeinderäte sind sich einig: Wenn die Umsetzung des Vorhabens gelingen sollte, wäre der Platz ein Zugewinn für die Gemeinde. „Das Ortsbild würde optisch aufgewertet und schließlich liegt der Platz unmittelbar am Touristenparkplatz für die Burg“, so Maria Euchler. Außerdem führt der überregionale Zschopau-Radweg direkt an dem Areal vorbei.

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