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Impfgegner treffen sich weiter auf dem Döbelner Obermarkt

Zugelassen waren zehn Personen. Auf der Versammlung waren aber 30 bis 40. Die Polizei schritt nicht ein.

Von Jens Hoyer
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Etwa 30 bis 40 Impfgegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen trafen sich am Montag auf dem Döbelner Obermarkt. Unter Beobachtung der Polizei brachten sie ihren Unmut zum Ausdruck.
Etwa 30 bis 40 Impfgegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen trafen sich am Montag auf dem Döbelner Obermarkt. Unter Beobachtung der Polizei brachten sie ihren Unmut zum Ausdruck. © Dietmar Thomas

Döbeln. Auch unter den verschärften Corona-Bestimmungen haben sich am Montagabend auf dem Döbelner Obermarkt wieder Gegner der Corona-Impfung und Kritiker der Corona-Maßnahmen getroffen. Die Versammlung war ganz offiziell beim Landratsamt angezeigt worden und das hatte die Auflagen formuliert.

Welche, das verlas die Anmelderin den Teilnehmern zu Beginn: Demnach durften sich im Versammlungsbereich am Schlegelbrunnen nur zehn Personen aufhalten. „Alles andere gehört nicht zur Versammlungsfläche. Ich werde euch deshalb den Rücken zukehren“, so die Versammlungsleiterin zu den 20 bis 30 weiteren Personen, die auf dem Obermarkt in lockeren Gruppen standen.

Versammlung war friedlich

Die Polizei beobachtete das Ganze aus der Ferne, schritt aber nicht ein. Zwei Streifenwagenbesatzungen flankierten die Versammlung. Einen Anlass, die Auflagen der Versammlungsbehörde durchzusetzen, gab es für die Beamten nicht.

„Mit den zur Verfügung stehenden Kräften wäre ein Einschreiten bzw. Unterbinden nicht zielführend gewesen“, so Andrzej Rydzik von der Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz. Die Versammlungsteilnehmer hätten sich zudem friedlich verhalten.

„Grundlegend werden wir nach Möglichkeit geltendes Recht durchsetzen. Das gilt auch für Döbeln. Dementsprechend bewerten wir in Vorbereitung auf die Einsätze zu den Versammlungen und versammlungsähnlichen Zusammenkünften von Woche zu Woche“, so Rydzik.

Falls Verstöße gegen die beschränkenden Auflagen oder andere Rechtsnormen bei einer Versammlung angezeigt werden, könne die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens geprüft werden, so das Landratsamt Mittelsachsen.