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Döbeln

In Grunau wächst die Striegis zu

Bei einem Rundgang durch mehrere Dörfer wird die Liste der Mängel lang. Die meisten finden sich in der Natur.

Die Striegis, die durch Grunau fließt, wächst immer mehr zu.
Die Striegis, die durch Grunau fließt, wächst immer mehr zu. © Lars Halbauer

Roßwein. Fast vier Stunden haben sich Stadt- und Ortschaftsräte sowie Vertreter des Ordnungs- und Bauamtes sowie des Bauhofes von Roßwein Zeit genommen, um sich intensiv in Otzdorf und den Nachbarorten umzusehen.

Die meisten Mängel, die die Liste füllten, fanden sich neben den Straßen. „In Littdorf haben wir uns einige Straßeneinläufe angeschaut“, sagt Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Allerdings müsse noch geklärt werden, wer dafür zuständig ist, diese in Ordnung zu bringen – die Stadt Roßwein oder der Landkreis Mittelsachsen.

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Keller in Littdorfer Wohnblock feucht

Während die meisten Anwohner, die ganz spezielle „Wandergruppe“ nur freundlich grüßten, hatten zwei Littdorfer konkrete Anliegen. „Eine Frau hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass der Keller des Wohnblocks feucht ist. Das könnte damit zusammenhängen, dass ein Fallrohr undicht ist“, so Lindner. 

Ein anderer Littdorfer habe darauf hingewiesen, dass der Wassereinlauf an einer Brücke verstopft sei. Beides werde die Stadt in den nächsten Wochen in Ordnung bringen, verspricht der Rathauschef.

In Otzdorf gäbe es ähnliche Probleme. Auch dort sei an verschiedenen Stellen festgestellt worden, dass Brückendurchlässe beräumt werden müssten. Sie seien nicht nur mit Schlamm zugesetzt, sondern mit Grünschnitt, der vermutlich am Rand des Bachlaufes abgelegt und irgendwann vom Wasser weggetragen wurde.

Einwohner bekommen Post von der Stadt Roßwein

„In Grunau ist uns aufgefallen, dass die Striegis innerorts zuwuchert“, so der Bürgermeister. Das könne beim nächsten Starkregen zu Überflutungen führen, weil das Wasser im Flussbett nicht mehr genügend Platz habe. Deshalb werde sich die Stadtverwaltung mit der Landestalsperrenverwaltung in Verbindung setzen, die für diesen Fluss zuständig ist.

Auch einige Einwohner der Dörfer werden in der nächsten Zeit Post von der Stadt erhalten. Darin werden sie gebeten, aus ihrem Grundstück ragende Äste von Bäumen oder Zweige von Hecken so zu verschneiden, dass Wege und Straßen wieder ungehindert passierbar sind.

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