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In Leisnig startet das erste Testzentrum

Rund 20 Testwillige haben zum Auftakt das kurze Prozedere in Leisnig durchlaufen. Nun folgen auch in anderen Städten weitere kostenfreie Testangebote.

Diana Fischer hat im Leisniger Beratungszentrum Lebenszeit an der Chemnitzer Straße 20 am Freitag die ersten Proben im neu eröffneten Testzentrum genommen. Dieses betreiben der Hospizverein Lebenszeit und die Hausarztpraxis von Ulf-Dietrich Fischer geme
Diana Fischer hat im Leisniger Beratungszentrum Lebenszeit an der Chemnitzer Straße 20 am Freitag die ersten Proben im neu eröffneten Testzentrum genommen. Dieses betreiben der Hospizverein Lebenszeit und die Hausarztpraxis von Ulf-Dietrich Fischer geme © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Auch wenn es manchmal lästig ist: Das Tragen von Schutzmasken haben viele Erwachsene schon in den Alltag integriert. Ähnlich wird es wohl zumindest für eine Übergangszeit mit der nächsten Forderung von Bund, Ländern und Landkreisen werden.

Wer zum Beispiel einen Termin bei Dienstleistern wie der Kosmetikerin hat, darf von ihr nur behandelt werden, wenn er einen aktuellen Corona-Test vorlegt. Mindestens einem pro Woche sollen sich Bundesbürger ab sofort kostenfrei unterziehen können. Die Angebotsstruktur dafür wird gerade aufgebaut.

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Startschuss in Leisnig

An der Chemnitzer Straße 3 in Leisnig gibt es im Beratungszentrum des Vereins Lebenszeit ab sofort ein mit der Hausarztpraxis von Ulf-Dietrich Fischer gemeinsam geführtes Testzentrum. Geschulte Vereinsmitglieder und Praxismitarbeiter nehmen bei allen, die sich testen lassen möchten oder müssen, einen Nasenabstrich vor. Das Testergebnis liegt in 15 Minuten vor.

„Zum Auftakt haben wir heute rund 20 Leute getestet“, fasst Vereinsvorsitzende Diana Fischer zusammen. Allen habe ein Negativ-Bescheid ausgehändigt werden können. Die Räume hätten sich als ideal erwiesen. Änderungen im Ablauf seien nicht nötig. Demnach bieten Verein und Hausarztpraxis nunmehr drei Mal pro Woche für jeweils zwei Stunden sowie nach Vereinbarung für die Nutzer kostenlose Antigen-Tests an. Mitzubringen ist die Krankenkassen-Karte.

Ab Montag Testzentrum in Waldheim

Am Montag um 8 Uhr startet in Waldheim das große Testen. In zwei Räumen in der ersten Etage von Bergmanns Hof am Obermarkt 9 können die geschulten Mitarbeiter bei bis zu 400 Personen täglich überprüfen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Der Chef der Löwen-Apotheke, Dr. Sebastian Michael, hat das Testzentrum innerhalb von zwei Tagen eingerichtet. Er ist froh über die Unterstützung von Albrecht Bergmann, der die Räume schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt hat. Personell unterstützt wird er von der Waldheimer Ahorn-Apotheke sowie Mitarbeitern der Arztpraxen der Zschopaustadt.

Apothekerin Melanie Pönitz stellt das Schild auf, das Testwilligen in Bergmanns Hof den Weg zu den Räumen weist, in denen die Antigentests vorgenommen werden.
Apothekerin Melanie Pönitz stellt das Schild auf, das Testwilligen in Bergmanns Hof den Weg zu den Räumen weist, in denen die Antigentests vorgenommen werden. © Dietmar Thomas

Der Zugang zum Testzentrum ist ausgeschildert. Er ist barrierefrei über einen Fahrstuhl möglich. In den Räumen selbst gilt ein sogenanntes Einbahnstraßensystem. Es gibt zwei Wartebereiche, einen von der Anmeldung bis zum Abstrich und einen für die Zeit nach dem Abstrich bis zur Mitteilung des Testergebnisses.

Seit Freitag ist der bevorzugte Weg, sich für den Test anzumelden, freigeschaltet. Der erfolgt elektronisch. Über die Internet-Seite der Löwenapotheke wird man direkt zum Terminportal weitergeleitet. „Dort muss sich die Testperson mit ihrer E-Mail-Adresse anmelden und kann direkt einen Termin buchen. Die E-Mail-Adresse ist wichtig, weil an diese im Anschluss das Testergebnis versandt wird“, so Michael. Das kann sich jeder ausdrucken und als Nachweis verwenden.

Er würde sich freuen, wenn diejenigen, die selbst keine Möglichkeit haben, sich auf elektronischem Weg anzumelden, zunächst Verwandte oder Bekannte bitten, das für sie zu tun. Am vereinbarten Termin sollten die Testwilligen maximal fünf bis zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit vor Ort sein. Parkplätze gibt es direkt vor dem Haus. Bei Verwendung der sogenannten Brötchentaste können diese kostenlos genutzt werden.

Dr. Sebastian Michel sitzt im Waldheimer Testzentrum am Computer, an dem die Tests ab kommendem Montag erfasst werden.
Dr. Sebastian Michel sitzt im Waldheimer Testzentrum am Computer, an dem die Tests ab kommendem Montag erfasst werden. © Dietmar Thomas

Der Antigen-Schnelltest ist kostenlos und wird über einen Nasenabstrich vorgenommen. Nach etwa 20 Minuten ist das Prozedere vorbei – zumindest für diejenigen, deren Test negativ ausfällt.

Positiv Getestete müssen sich nicht erst um einen Termin für einen PCR-Test beim Hausarzt bemühen. „Wir haben die Berechtigung, auch diese Tests gleich hier im Waldheimer Testzentrum durchzuführen“, so Sebastian Michael. Betroffene werden dann auch gleich vor Ort über die Regelungen der Quarantäne aufgeklärt, in die sie sich umgehend begeben müssen.

Die PCR-Tests, für die ein Rachenabstrich erforderlich ist, werden in ein Labor in Leipzig übersandt. „In der Regel liegt nach 24 bis spätestens 36 Stunden das Ergebnis vor. Darüber wird dann auch das Gesundheitsamt informiert. Die Ergebnisse negativer Schnelltests hingegen werden nicht gespeichert.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Wer gar keine Möglichkeit hat, auf elektronischem Weg zu einem Testtermin zu kommen, „für den bieten wir an, sich in der Löwen-Apotheke einbuchen zu lassen“, so Michael. Einige wenige Termine würden auch für sogenannte Laufkundschaft zur Verfügung stehen. „Wir versuchen, für alle eine Lösung zu finden.“

Wer einen Negativ-Test etwa für den Besuch eines Kosmetikstudios oder der Fahrschule benötigt, dem empfiehlt Dr. Michael, sich rechtzeitig einen Termin zu reservieren, damit er dann auch tatsächlich wie gewünscht zur Verfügung steht.

Das Waldheimer Testzentrum steht für Personen ab 14 Jahre zur Verfügung. Dabei ist es unerheblich, ob die Testwilligen in Waldheim wohnen.

Hartha bietet die Arena für Tests an

In Hartha hält der Ortsverband Döbeln-Hainichen des Deutschen Rote Kreuzes (DRK) schon seit längerem ein Testangebot bereit. Seit dieser Woche ist es auch kostenlos. „Sollte die Zahl derjenigen, die getestet werden wollen, steigen, dann geht das in den bisherigen DRK-Räumen an der Goethestraße 20 nicht mehr. Dann kann sofort in die Hartharena ausgewichen werden, wo es möglich ist, mehrere Teststrecken aufzubauen“, informiert Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Einen Zeitpunkt für den Umzug des Testteams kann er allerdings nicht nennen.

Roßwein bereitet das Stadtbad vorAn der Stadtbadstraße 42 in Roßwein bietet das DRK ebenso wie in Hartha schon Tests auf das Coronavirus an. Dabei soll es aber nicht bleiben, wenn die Nachfrage in nächster Zeit, wie erwartet, steigen sollte. „Wir werden für die Bevölkerung ein Testcenter im Stadtbad einrichten“, kündigt Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) an.

Mit einem Start dort rechnet er aber frühestens in der vorletzten März- oder in der Osterwoche. Dies begründet Lindner damit, dass gegenwärtig das gesamte Prozedere der Lieferung der Antigen-Tests und deren Abrechnung noch ungeklärt sei.

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