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Klinik Mitteida: Zahl der Geburten steigt

Auch viele werdende Eltern aus der Region Döbeln entscheiden sich für dieses Krankenhaus. Ein anderes lehnen sie jedoch ab.

Maria und Marcel Bräutigam aus Burgstädt halten die kleine Mathilda im Arm. Sie ist das 300. Baby, das in diesem Jahr in der Mittweidaer Klinik zur Welt kam.
Maria und Marcel Bräutigam aus Burgstädt halten die kleine Mathilda im Arm. Sie ist das 300. Baby, das in diesem Jahr in der Mittweidaer Klinik zur Welt kam. © Klinikum Mittweida

Mittweida/Döbeln. Die Frauen wohnen in Waldheim, Döbeln, Großweitzschen, Leisnig, Hartha sowie Roßwein und haben eins gemeinsam: Sie erwarten Nachwuchs.

Noch vor einem Jahr hätten sich viele von ihnen für eine Entbindung in der Helios Klinik Leisnig entschieden. Doch die hat ihre Geburtenstation zum Jahresende geschlossen, mit der Option, dass die werdenden Mütter mit einem Storchentaxi in die Helios Klinik Schkeuditz gebracht werden.

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Dieses Angebot jedoch nicht angenommen wird, bestätigte Julian Zimmer, Geschäftsführer der Helios-Klinik Leisnig, bereits im Mai auf Nachfrage von Sächsische.de.

Schon 80 Babys mehr in Mittweida als 2020

Statt mit Wehen eine Stunde Fahrt auf sich zu nehmen, wählen die Frauen näher liegende Krankenhäuser. Eine, die offenbar von der Leisniger Schließung profitiert, ist die Mittweidaer Klinik.

In der wurden in den ersten sechs Monaten über 80 Geburten mehr als im Vorjahr registriert. „Es gibt allerdings jedes Jahr natürliche Verschiebungen bei den Geburtenzahlen innerhalb der Einzugsgebiete“, schränkt Ines Schreiber, Pressesprecherin der Mittweidaer Klinik ein.

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Bereits am 23. Juni – und damit mehr als zwei Monate früher als in den Vorjahren – kam in Mittweida das 300. Baby zur Welt. „Vergangenes Jahr um dieselbe Zeit standen erst 228 Neugeborene im Geburtenbuch“, so Ines Schreiber.

Kurz nach 21 Uhr erblickte die kleine Mathilda am 23. Juni das Licht der Welt. Die jungen Eltern Maria und Marcel Bräutigam aus Burgstädt hätten sich eine natürliche Geburt gewünscht und seien unter anderem deshalb in die Mittweidaer Klinik gekommen, weil dort die Kaiserschnittrate besonders niedrig sei.

Doch dies war nicht der einzige Grund. „Von Bekannten hatten wir viel Positives über Mittweida gehört, was sich auch bestätigt hat“, erklärt Papa Marcel. „Das gesamte Team war sehr lieb und hat uns zu jeder Zeit alles gut erklärt und geholfen.“

Der Papa ist immer dabei, auch während Corona

Nach 27 Stunden Wehen wurde letztlich doch ein Kaiserschnitt notwendig. Für den 33-Jährigen sei es deshalb besonders schön gewesen, im Kreißsaal und auch während der Operation mit dabei sein zu dürfen und seine Frau unterstützen zu können. „Das war auch in Pandemiezeiten so“, erklärt Hebamme Grit Bolz, die das junge Paar bei der Geburt begleitet hat.

„Bei einem der wichtigsten Ereignisse im Leben möchte man auf seinen vertrauten Partner nicht verzichten, daher haben wir das auch während der Corona-Pandemie stets ermöglicht“, betont sie unter Verweis auf die strengen Hygieneauflagen in der Klinik.

Die kleine Mathilda wurde in ihren ersten Lebenstagen gemeinsam mit ihren Eltern im Familienzimmer auf der Entbindungsstation betreut. Das Mädchen brachte bei ihrer Geburt 2.810 Gramm auf die Waage und war 48 Zentimeter groß.

„Das Team der Geburtshilfe verspürt seit Jahresbeginn einen starken Zulauf und freut sich deshalb seit Kurzem über Verstärkung von gleich vier neuen, größtenteils langjährig erfahrenen Kolleginnen im Hebammenteam“, sagt die Pressesprecherin.

Ab sofort bietet das Klinikum wieder seinen wöchentlichen Info-Abend an. Es wird um Voranmeldung unter Tel. 03727 991121 gebeten.

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