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Döbeln

Jugend trainiert trotz Corona für Olympia

Der Schulsport ist wegen der Pandemie fast zum Erliegen gekommen. Jetzt gab es zumindest eine kleine Variante des großen Wettbewerbs.

Die Mädchen und Jungen der Grundschule Waldheim haben sich am bundesweiten Aktionstag "Jugend trainiert - gemeinsam bewegen" beteiligt.
Die Mädchen und Jungen der Grundschule Waldheim haben sich am bundesweiten Aktionstag "Jugend trainiert - gemeinsam bewegen" beteiligt. © Dietmar Thomas

Region. Die Waldheimer Grundschule ist eine „Bewegte Schule“. Deshalb stand es für die Pädagogen außer Frage, dass sie sich mit ihrer Einrichtung an dem bundesweiten Aktionstag „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“ beteiligt.

Obwohl die Aktionen erst im Freigelände geplant waren, entschieden sich die Organisatoren dann doch dafür, für den Sporttag die benachbarte Stadtsporthalle zu nutzen. „Wir mussten uns auf die Mindestzeit von 20 Minuten begrenzen und einen straffen Zeitplan aufstellen“, erklärt Laura Polster, Klassenlehrerin einer ersten Klasse und Sportkoordinatorin. Sonst hätte bei insgesamt 275 Schülern in zwölf Klassen die Veranstaltung bis in den späten Nachmittag hinein gedauert.

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Um die Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie einhalten zu können, wurden jeweils zwei Klassen für 20 Minuten in die Sporthalle eingeladen. Dort übernahm Steffen Ulbricht vom Waldheimer Fitnessstudio „Vitalis“ die Animation. 

„Es spornt die Kinder an, wenn mal jemand Anderes als der Sportlehrer übernimmt. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass Vitalis diesbezüglich mit uns zusammenarbeitet“, so Laura Polster. Mit einem Mix aus Aerobic und Kräftigungsübungen brachte Steffen Ulbricht die Grundschüler in Schwung.

Der gesamte Schultag war in der Grundschule auf den Sporttag ausgelegt. „Dabei obliegt es jedem Lehrer selbst, wie er diesen außerhalb der 20-minütigen Sportzeit gestaltet“, so Laura Polster. Einige hätten sich beispielsweise im Anschluss noch eine Zeit lang im Freien bewegt.

Für den bundesweiten Aktionstag haben alle Teilnehmer Startnummern bekommen, die sie während des Sports tragen. „Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl“, so Laura Polster. Als Belohnung gab es für jedes Kind eine Urkunde.

Hauptziel des Aktionstages „Jugend trainiert – gemeinsam bewegen“ sei es, zu vermitteln, dass Bewegung gesund und fit hält, erklärt Laura Polster. „Ich denke, dass uns das mit unserem Konzept ganz gut gelungen ist.“

Ostrauer Kinder freuen sich über gemeinsamen Sporttag

Durchhalten, war das Motto, das die Lehrer für die 110 Schüler der Grundschule Ostrau ausgegeben hatten. Auf dem Sportplatz des SV Ostrau galt es für die Erstklässler eine Runde, für alle anderen Klassen zwei Runden zu laufen. Vor dem Lauf habe es eine gemeinsame Erwärmung gegeben. „Die Kinder haben sich gefreut, dass sie wieder einen gemeinsamen Sporttag erleben durften“, sagte Schulleiterin Angela Jurczyk. Die letzte gemeinsame Aktion sei der Faschingsumzug im Februar gewesen.

„Alle Kinder haben eine Urkunde erhalten. Die jeweils drei Erstplatzierten in den Klassenstufen sind mit einer Medaille ausgezeichnet worden“, so Jurczyk. Zudem gab es noch eine besondere Prämie. „Jede Klasse hat einen Fußball bekommen, mit dem sie auf unserem Soccerfeld spielen kann“, sagte Angela Jurczyk.

In der Grundschule Döbeln-Nord steht der Spaß im Vordergrund

Auch in der Grundschule Am Holländer in Döbeln waren die Kinder aktiv. „Helft euch gegenseitig, seid fair und habt Spaß“, gab Schulleiterin Elvira Flaschin den Mädchen und Jungen mit. Gefragt war auf dem Parcours mit zwölf Stationen vor allem Geschicklichkeit. Die koordinatorischen Fähigkeiten der Kinder sollten trainiert werden, so die Schulleiterin. „Wir machen den Sportunterricht so gut es geht, aber das ist mal etwas Besonderes.“ Die Kinder sprangen in gelegten „Huppekästchen“ über den Hof, balancierten auf einem ausgelegten dicken Seil und versuchten, sich auf einem Pedalo vorwärtszubewegen.

Der bundesweite Aktionstag wurde von der Deutschen Schulsportstiftung organisiert, um den besonderen Herausforderungen an den Schulsport unter den veränderten Bedingungen und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie gerecht zu werden. Im vergangenen Schuljahr kamen der Schulsport und damit auch der traditionelle Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ fast vollständig zum Erliegen. Der Schulwettbewerb, bei dem alljährlich die besten Sportler aus allen Schulen ihre Kräfte messen, hatte im Jahr 2019 sein 50. Jubiläum gefeiert.

Die Teilnahme am diesjährigen Aktionstag war für die Schulen freiwillig. Zudem hatte jede Bildungseinrichtung freie Hand, wie sie den Tag gestaltet. Einzige Voraussetzung: Jeder Schüler sollte sich für die Dauer von mindestens 20 Minuten bis zu einer Unterrichtsstunde sportlich betätigen.

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