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Döbeln

Katzeninitiative päppelt wieder Welpen auf

Nachtschlaf bekommt Michaela Filla derzeit nur wenig. Die Roßweinerin muss sich um Max und Moritz kümmern.

Michaela Filla füttert eines der beiden Katzenbabys mit der Flasche.
Für drei schon ältere Katzen sucht die Initiative ein Zuhause.
Michaela Filla füttert eines der beiden Katzenbabys mit der Flasche. Für drei schon ältere Katzen sucht die Initiative ein Zuhause. © Dietmar Thomas

Roßwein. Die beiden kleinen Kater sind bereits wenige Stunden nach ihrer Geburt in die Obhut der Roßweiner Katzeninitiative gelangt. „Das war an einem Sonntagnachmittag“, so Michaela Filla von der Katzeninitiative. Roßweiner seien an der Mulde spazieren gegangen und haben die beiden Welpen in der Nähe des „Sputnik“-Platzes gefunden.

Die Spaziergänger hätten zunächst einige Zeit gewartet, ob die Mutter kommt. „Als dies nicht geschah, haben sie zunächst versucht, sie in einem Tierheim unterzubringen“, schildert Michaela Filla die Bemühungen der Finder. Doch auch dieser Versuch scheiterte, da telefonisch niemand zu erreichen gewesen sei.

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Auf Anfrage habe sie die Babys schließlich aufgenommen und versucht, sie seitdem aufzuziehen. Die beiden Katzenkinder seien in einem sehr schlechten Zustand gewesen. „Voller Fliegenlarven und halb verhungert“, sagt Michaela Filla.

Erst einige Tage später habe sie mitbekommen, dass sie wirklich ernsthaft krank sind und an einer Lungenentzündung leiden. „Vielleicht hat die Mutter sie aus diesem Grund dort abgelegt“, vermutet Michaela Filla.

Erst nachdem die Kleinen mit Antibiotika behandelt wurden, besserte sich ihr Zustand merklich. „Aber wir haben schon einige Tage gebangt, ob sie durchkommen und es gab auch einen herben Rückschlag.“ Derzeit seien sie aber auf einem guten Weg.

Finanzieller Kraftakt

Auch wenn das für Michaela Filla erst an zweiter Stelle steht, ist es für die Katzeninitiative jedes Mal ein finanzieller Kraftakt, die Kleinen aufzuziehen. „Bei einem Tierarztbesuch sind immer rund 40 bis 50 Euro weg“, sagt sie. Deshalb ist die Initiative auch weiterhin auf Spenden angewiesen, mit denen sie Tierarztkosten und Futter kaufen können.

Das benötigen die Tierschützer auch für drei„halbwüchsige“ Katzen, für die sie dringend ein neues Zuhause suchen. „Mini, Roy und Pieps sind ungefähr ein halbes Jahr alt. Bei den zwei Katern und einer Katze handelt es sich um Fundtiere, die ebenfalls in Roßwein aufgezogen worden sind, aber schon aus dem Gröbsten heraus waren, als sie zu Michaela Filla kamen. „Es wäre schön, wenn wir sie vermitteln könnten“, so die Roßweinerin.

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Dabei legt sie Wert darauf, dass die künftigen Katzeneltern mehrmals zu ihr kommen und die Tiere besuchen, bevor sie sie mit nach Hause nehmen. „Das sind keine Handaufzuchten, darum braucht es viel Geduld, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen“, erklärt die Tierschützerin. Die beiden Kater sind bereits kastriert. Bei Mini geht das erst, wenn sie etwa acht Monate alt ist.

Wer Interesse hat, die Arbeit der Katzeninitiative mit Spenden zu unterstützen oder eine der Katzen aufnehmen will, erreicht Michaela Filla unter Tel. 0171 1674112

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