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Kreistag entscheidet über Müllentsorgung

Zurzeit kommt der Müll aus Döbeln nach Leuna. Doch der Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Auch um Schulen und Haushalt geht es.

Aktuell kommt der Restmüll aus Döbeln nach Leuna.
Aktuell kommt der Restmüll aus Döbeln nach Leuna. © Symbolfoto: Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Wohin kommt der Döbelner Rest- und Sperrmüll im kommenden Jahr? Darüber entscheiden am Mittwoch, 23. September, die Kreisräte in ihrer nächsten Sitzung. Der Auftrag ist europaweit ausgeschrieben worden. 

Der günstigste Anbieter wird im Rahmen des Kreistages den Zuschlag erhalten, so Jens Irmer, der Geschäftsführer der Entsorgungsdienste Landkreis Mittelsachsen (EKM) GmbH. Auf die laufende Kalkulation 2020/21 werde sich die Neuvergabe der Entsorgung nicht auswirken. Weitere Details werden im Vorfeld der Sitzung des Kreistages nicht bekannt gegeben.

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Abfallwirtschaftsverband: Lösung in Sicht?

Vorwärts geht es indes auch bei den Verhandlungen um den Austritt des Landkreises mit den Regionen Mittweida und Freiberg aus dem Abfallwirtschaftsverband Chemnitz (AWVC). Unter Moderation der Landesdirektion Sachsen habe es vor einigen Wochen ein Treffen der drei Verbandsmitglieder, Mittelsachsen, dem Erzgebirgskreis, der nur noch mit einer Region in dem Verband vertreten ist, und der Stadt Chemnitz, gegeben. 

Bei dem Treffen habe sich eine Lösung abgezeichnet, welche nun jedoch noch in den zuständigen Gremien besprochen werden müsste. „Ich habe die Hoffnung, dass wir die Lösung im ersten Halbjahr 2021 präsentieren können“, so Irmer. 

Zudem dränge die Zeit: Denn solange unklar sei, wie es mit dem AWVC weiter gehe, könne auch keine weitere Umladestation in Angriff genommen werde. Diese sei jedoch notwendig, da in der bestehenden Station in Hohenlauft nicht auch noch der Müll aus den Bereichen Freiberg sowie Mittweida umgeladen werden können. Jener werde derzeit in Chemnitz behandelt.

Vier Anträge von der AfD im Kreistag

Neben der Müllentsorgung für Döbeln stehen noch weitere Themen auf der Tagesordnung des Kreistages. So geht es auch um die Schulnetzplanung sowie den Doppelhaushalt 20/21. Behandelt werden in der Sitzung zudem vier Anträge der AfD-Fraktion. 

Darin geht es unter anderem um die Reformation der Tarifzonen sowie die anteilige Rückzahlung von Elternbeiträgen für die Schülerbeförderung während der Corona-Krise. Die Fraktion Die Linke hat zudem die Vorlage eines Berichts nach Ablauf eines Haushaltsjahres gefordert.

Die Kreisräte treffen sich coronabedingt erneut in der HarthArena in Hartha. Beginn der Sitzung am 23. September ist um 15 Uhr. Neben den fast 100 Kreisräte werden Mitarbeiter der Verwaltung sowie weitere Besucher zu der Sitzung erwartet.

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