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Fast eine Million für Kriebsteins Kita-Anbau

Im August sollen die Arbeiten an der Kita "Feldmäuse" in Grünlichtenberg starten. Jetzt hat der Gemeinderat die Aufträge vergeben.

Der Gemeinderat Kriebstein hat für den Anbau an die Kita "Feldmäuse" im Ortsteil Grünlichtenberg die Handwerksleistungen vergeben.
Der Gemeinderat Kriebstein hat für den Anbau an die Kita "Feldmäuse" im Ortsteil Grünlichtenberg die Handwerksleistungen vergeben. © Archivbild: Dietmar Thomas

Kriebstein. Anfang August ist Umzug in der Kita Grünlichtenberg. Die Mädchen und Jungen ziehen um – nur wenige hundert Meter weiter und auch nur für eine begrenzte Zeit.

Etwa ein Jahr lang übernehmen die Bauarbeiter das Regime. Die Mädchen und Jungen werden während der Bauphase in Kita-Modulen betreut. Diese werden demnächst auf dem Platz vor der Schule aufgestellt.

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Die Kindertagesstätte wird für rund 1.115.000 Euro erweitert und den Auflagen, die die Gemeinde erhalten hat, entsprechend modernisiert. So war immer wieder beanstandet worden, dass es eine Toilette zu wenig und keinen Personalraum gibt. Wickeltisch und Töpfchenbank dürfen überdies nicht im Krippenschlafraum stehen, so wie es bei den „Feldmäusen“ der Fall ist.

90 Prozent Förderung durch den Bund

„Viele Kriebsteiner sind auf uns zugekommen und fragten, wieso wir nicht gleich neu gebaut haben“, so Bürgermeisterin Maria Euchler (FWK) auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Im Nachhinein sagen wir jetzt, das hätten wir mal machen sollen. Aber damals konnten wir nicht ahnen, dass es für den Kindergartenbau einmal 90 Prozent Fördermittel gibt.“

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Der erste Entwurf sah im Jahr 2016 einen Anbau für 450.000 Euro vor – so lange ist die Gemeinde schon an den Planungen für einen Anbau dran. Entsprechende Anträge auf Fördergeld wurden jedoch immer wieder abgelehnt. Jetzt umfasst die Planungssumme über eine Million Euro.

Sie wird durch das Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ des Bundes in Höhe von 90 Prozent gefördert. „Da mussten wir jetzt zuschlagen“, so Euchler. Die Kommune muss einen Eigenanteil in Höhe von knapp 134.000 Euro aufbringen.

In der Sitzung des Gemeinderates wurden die Handwerkerleistungen – von Fensterbauarbeiten bis hin zu Elektrik- und Tischler, Maler- und Fußbodenlegearbeiten vergeben. Die Preise, die die Baufirmen bei der öffentlichen Ausschreibung aufgerufen haben, hielten sich laut Bürgermeisterin im Rahmen.

Die Räte hatten nämlich im Vorfeld befürchtet, dass die Baukosten wegen der allgemeinen Erhöhung der Baupreise in die Höhe schnellen könnten. Das sei zum Glück ausgeblieben.

Verzögerungen bei der Kita "Burggeister" in Kriebethal

In der Kita „Burggeister“ in Kriebethal, wo derzeit das Außengelände neu gestaltet wird, sind während der Bauarbeiten einige Dinge zutage getreten, die so nicht geplant waren. So wurden einige Schächte beim Bau gefunden, die vorher nicht zu sehen waren, der Ein- und Ausbau der Sitzgruppe und Sonnenschirme wurde nicht mit einkalkuliert. Außerdem ist an mehreren Stellen der Einbau von Palisaden erforderlich, um das Gefälle auf dem Gelände aufzufangen.

Überdies sind nach den Informationen von Maria Euchler Erdmengen, Fallschutzmaterial und auch die Mengen an Rindenmulch zu knapp berechnet worden.

Damit die Kinder bald wieder ihre Nestschaukel nutzen können, wurden 40 Quadratmeter Rollrasen verlegt. „Die Kinder müssen sich sowieso auf längere Zeit auf weitere Sperrungen einstellen“, so die Bürgermeisterin.

Das Nachtragsangebot umfasst diesmal rund 11.500 Euro. Insgesamt habe der Gemeinderat für dieses Projekt schon Nachträge in Höhe von rund 44.000 Euro freigegeben.

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