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Hotelverkauf am Kriebsteinsee vertagt

Die Verwaltung hätte den Grundstücksverkauf gern unter Dach und Fach. Aber einige Gemeinderäte in Kriebstein fordern Nachbesserung.

Investitionen sind am „Hotel am Kriebsteinsee“ dringend notwendig. Die Pächter wollen das Areal gerne erwerben. Dem muss der Gemeinderat zustimmen.
Investitionen sind am „Hotel am Kriebsteinsee“ dringend notwendig. Die Pächter wollen das Areal gerne erwerben. Dem muss der Gemeinderat zustimmen. © Archivbild: Dietmar Thomas

Kriebstein. Seit 2017 haben die Waldheimer Hoteliers Daniela Panuschka und Dirk Hanicke das Areal mit dem Hotel am Kriebsteinsee in Höfchen gepachtet. Jetzt wollen sie es gern kaufen.

„Ein aktuelles Gutachten liegt vor“, so Bürgermeisterin Maria Euchler in der Sitzung des Gemeinderates am Montag. Dies besagt, dass die Flurstücke für 271.000 Euro verkauft werden können. Die Kommunalaufsicht sei darüber bereits informiert und habe keine Bedenken angemeldet.

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Dem Grundstücksverkauf an sich muss der Gemeinderat zustimmen. Dazu kam es allerdings in der Sitzung am Montag nicht. Zu viele Dinge sind aus Sicht der Gemeinderäte ungeklärt – unter anderem hinsichtlich eines Wanderweges, der über das zu veräußernde Grundstück führt und über den die Gemeinde weiter verfügen können sollte. Auch die Zusage von Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler), den Weg vor dem Verkauf öffentlich widmen zu lassen, genügte den Gemeinderäten nicht.

Derzeitige Eigentumssituation verhindert Investitionen

Im Pachtvertrag ist ein späterer Verkauf des Areals bereits festgeschrieben. „Allerdings war der Erwerb eigentlich erst für Ende 2022 geplant“, erklärte Maria Euchler. Der Grund dafür, dass das Ansinnen nun schon früher an die Kommune herangetragen wurde, sei in der Eigentumssituation zu sehen. „So wie es jetzt ist, ist es schwierig, zu investieren. Die Gemeinde kann und will für die Anlagen kein Geld ausgeben. Die Pächterin tut es nicht in großem Umfang, so lange sie noch keine Eigentümerin ist“, sagte sie.

Von ihrer Entscheidung, das Thema zu vertagen und nochmals im Ausschuss im Januar vor Ort zu beraten und dann in der Februar-Sitzung erneut zur Abstimmung vorzulegen, rückten die Gemeinderäte trotzdem nicht ab. „Als die Verträge damals mit den Pächtern geschlossen wurden, saßen noch andere Mitglieder im Gemeinderat“, erklärte Ratsmitglied Christoph Merker (Freie Wähler).

Investitionen in Millionenhöhe vorgesehen

Für die Pächter ist die Situation „unbefriedigend“, wie Dirk Hanicke am Dienstag auf Anfrage sagte. „Wir hätten gerne schon etwas mehr Planungssicherheit gehabt und bei einem positiven Signal die nächsten Schritte schon vorbereiten können.“

An ihren Plänen, den Hotelkomplex in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln, halten die Waldheimer aber fest. An erster Stelle stehe aber zunächst die Dachreparatur am Restaurant und die Brandschutzertüchtigung.

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Der Gebäudekomplex besteht aus elf Häusern, die derzeit aber nicht alle genutzt werden. Insgesamt verfügt das Hotel über 30 Zimmer. In einem Nebengebäude stehen weitere zehn Zimmer zur Verfügung. Daniela Panuschka und Dirk Hanicke planen Investitionen in Höhe von rund drei Millionen Euro, die sich aber daran ausrichten, wie sich das Geschäft entwickelt.

Coronabedingt sei die zurückliegende Saison nicht gut verlaufen. „Aber wir schauen trotzdem nach vorn“, so Hanicke.

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