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Döbeln

Hier gibt's zu Weihnachten eine Christvesper

Viele Kirchgemeinden in der Region Döbeln sagen die Christvesper am Heiligen Abend zwar ab, aber gleichzeitig bieten sie verschiedene Alternativen an.

Der Weihnachtsabend läuft in vielen Kirchgemeinden unterschiedlich ab.
Der Weihnachtsabend läuft in vielen Kirchgemeinden unterschiedlich ab. © dpa-Zentralbild

Region Döbeln. Solange die Gemeinden zurückdenken können, waren die Kirchen am Heiligen Abend überfüllt. Die Christvesper mit dem Krippenspiel hat auch viele Menschen in die Gotteshäuser gezogen, die diese sonst nicht besuchen. Doch in diesem Jahr bleiben viele Kirchen leer.

Döbeln, Technitz-Ziegra, Jahnatal

In Sondersitzungen haben sich die Kirchenvorstände von Döbeln und Technitz-Ziegra, zu einer Absage aller Gottesdienste bis zum 10. Januar entschlossen. Gleiches trifft auf die Kirchen in Zschaitz, Hof, Ostrau, Jahna und Zschochau zu. „Wir tun dies aus unserer christlichen Verantwortung heraus, vor allem gegenüber den älteren Menschen, die die Gottesdienste besuchen“, sagt Pfarrer Lutz Behrisch.

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Auf eine weihnachtliche Andacht müssen die Gläubigen zu Weihnachten trotzdem nicht verzichten. Ab 14 Uhr gibt es am 24. Dezember einen Hörgottesdienst. Der kann im Internet unter www.kirchgemeinde-doebeln.de oder am Telefon unter 03454 8341 7916 verfolgt werden. Ein aufgezeichnetes Krippenspiel ist dann bei Youtube eingestellt. Zu diesem gelangen Interessierte ebenfalls über die Homepage der Kirchgemeinde. Außerdem ist die Döbelner Nikolaikirche in der Zeit von 13 bis 17 Uhr geöffnet, sodass die Möglichkeit zum Gebet besteht.

Leisnig-Tragnitz-Altenhof

Die Kirchvorsteher der Gemeinde Leisnig-Tragnitz-Altenhof haben sich mit den Kantoren und dem Superintendenten beratschlagt und sagen genau wie Döbeln alle im Gemeindebrief angekündigten Veranstaltung ab, teilt Pfarrerin Katja Schulze mit. Das treffe auch auf das Silvesterkonzert zu, das es wegen Corona schon in einer nur knappen Alternativvariante geben sollte. „Wir halten es für ein Gebot der Vernunft, auf Versammlungen von Menschen möglich zu verzichten, um niemanden zu gefährden“, so die Pfarrerin weiter.

Gleichwohl sehe sich die Gemeinde in einer seelsorglichen Pflicht – und biete deshalb Kurzandachten ohne Gesang und unter Einhaltung sämtlicher Abstands- und Hygieneregeln an. Termine dafür sind: am 24. Dezember um 14.30 und 16 Uhr in Leisnig, Tragnitz und Altenhof sowie in Leisnig zusätzlich noch einmal um 17.30 Uhr, am 25. Dezember um 9 Uhr in Altenhof und 10.15 Uhr in Leisnig, am 31. Dezember um 14 Uhr in Tragnitz sowie am 6. Januar um 19 Uhr in Altenhof.

Darüber hinaus bittet die Pfarrerin die Gemeindemitglieder, sich auf den Internetseiten (www.kirche-leisnig.de) über aktuelle Angebot bis hin zu Andachten, die übertragen werden, zu informieren.

Zschoppach

In und um Zschoppach wird es am 24. Dezember keine Christvespern geben. Dafür stehen die Kirchen Bockelwitz, Dürrweitzschen, Leipnitz, Sitten Polditz und Zschoppach am Heiligabend von 15 bis 18 Uhr für persönliche Gebete und zum Lesen der Weihnachtsbotschaft offen.

Es können das Friedenslicht aus Bethlehem und eine kleine Weihnachtsgabe mit nach Hause genommen werden“, teilt Pfarrer Rafael Schindler mit. Die Feiertagsgottesdienste werden am 25. Dezember um 9 Uhr in Dürrweitzschen und 10.15 Uhr in Sitten sowie am 26. Dezember um 9 Uhr in Polditz und um 10.15 Uhr in Zschoppach gefeiert.

Roßwein und Niederstriegis

In Roßwein und Niederstriegis stehen am Heiligabend zwischen 15 und 22 Uhr die Kirchentüren für stille Andachten offen, zeitweilig gibt es kleine Einspiele auf der Orgel. Zwischen 15 und 21 Uhr wird eine Christvesper in „Endlosschleife“ übertragen. Wer sich das anschauen möchte, kann das auf Roßwein TV oder im Netz unter www.kirche-rosswein-niederstriegis.de.

Die Kirchen im Striegistal sind am 24. Dezember geöffnet, um den Christen eine Möglichkeit zur Andacht und zum Gebet zu geben. Zwischen 15 und 17 Uhr stehen die Kirchen in Etzdorf, Gleisberg, Greifendorf und Marbach offen.

Waldheim-Geringswalde

In der Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde finden alle Christvespern am Heiligabend wie geplant statt. Ab dem 25. Dezember entfallen dagegen auf Beschluss des Kirchenvorstandes vom Dienstagabend alle Gottesdienste, Veranstaltungen und auch die Offene Kirche in Grünlichtenberg bis einschließlich 10. Januar 2021. Informationen gibt es dazu auf der Homepage der Kirchgemeinde.

Laut Michael Kreskowsky vom Kirchenvorstand sind drei Dinge im Angebot: Täglich wird bis zum 6. Januar ein Türchen des Online-Adventskalenders geöffnet. Dieser ist ebenfalls auf der Homepage und auf der Youtube-Seite der Kirchgemeinde Waldheim-Grünlichtenberg zu finden. Täglich um 18 Uhr musiziert Pfarrer Reinald Richber auf dem Waldheimer Kirchturm nach dem Geläut. Und am Heiligen Abend kann ab 14.30 Uhr eine Online-Christvesper aus der Grünlichtenberger Kirche ebenfalls auf der Homepage und der Youtube-Seite abgerufen werden.

In noch sicheren Zeiten haben die beiden Pfarrer Reinald Richber und Klaus Tietze, die Gemeindepädagoginnen Yvonne Bemmann und Annekathrin Pürthner sowie Kantor René Michael Röder ein Krippenspiel einstudiert und davon ein Video gedreht. „Dabei hat uns Elias Bixl aus Knobelsdorf unterstützt“, so Kreskowsky. Damit soll allen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, trotz Corona ein Krippenspiel mit einheimischen Mitwirkenden zu erleben.

Die geplante Fotoausstellung zur Talsperre Kriebstein und Umgebung, die ab Weihnachten in der Grünlichtenberger Kirche gezeigt werden sollte, muss leider auf das Frühjahr verschoben werden, teilt Michael Kreskowsky mit.

Hartha, Gersdorf, Großweitzschen-Mockritz und Wendishain

Die Kirchgemeinde Hartha mit Gersdorf, Großweitzschen-Mockritz und Wendishain feiert Kurzandachten ohne Gesang. Dazu konnten sich die Interessenten in den vergangenen Tagen anmelden. In Hartha gibt es an Heilig Abend sechs Termine für diese Kurzandachten.

Die erste beginnt um 14.15 Uhr, danach geht es 15, 15.45, 16.30, 17.15 und 18 Uhr weiter. In Gersdorf (15 und 16.30 Uhr), Mockritz (14.45 und 15.30 Uhr), Großweitzschen (16.30 und 17.15 Uhr) und Wendishain (16.30 und 17.30 Uhr) sind jeweils zwei Termine geplant.

„Das Krippenspiel haben wir aufgenommen“, sagte Kantor Michael Fromm. Dieses könne auf der Internetseite der Kirchgemeinde (www.kirche-hartha.de) angeschaut werden, so Fromm.

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 23. Dezember, um 11.25 Uhr, aktualisiert.

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