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Döbeln

Kunst gegen Komasaufen

Bunt statt blau: Die DAK sucht zum zwölften Mal die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch.

Schon Kinder und Jugendliche trinken häufig Alkohol. Dagegen wendet sich eine Kampagne der DAK.
Schon Kinder und Jugendliche trinken häufig Alkohol. Dagegen wendet sich eine Kampagne der DAK. © DAK

Region Döbeln. Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto hat die DAK-Gesundheit die Kampagne „bunt statt blau“ 2021 zur Alkoholprävention in Döbeln gestartet.

Im zwölften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Der Hintergrund: Jedes Jahr kommen bundesweit mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. „Experten fordern deshalb weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens“, sagt Stefan Wandel, Pressesprecher Sachsen und Bayern der DAK-Gesundheit.

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Unterstützt wird die Kampagne für Schüler im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren durch Sachsens Sozialministerin Petra Köpping. „Alle Schulen in der Region Döbeln sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 30. April Plakate gegen das sogenannte Komasaufen entwerfen zu lassen“, so der Pressesprecher.

„Aktion Glasklar“ klärt auf

Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit 18 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. „Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen“, erklärt Christian Baier von der DAK-Gesundheit in Döbeln.

„Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders“, ergänzt er. Die Kampagne „bunt statt blau“ werde von Politikern, Suchtexperten, aber auch Künstlern unterstützt.

Harthaerin hatte bereits Glück

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 110.000 Schüler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Region Döbeln. Im Jahr 2017 hatte sich die damals 14-jährige Marie Thomas aus Hartha an dem Wettbewerb beteiligt und unter 130 Teilnehmern aus Sachsen den zweiten Platz belegt. Die stimmigen Farbkombinationen und der Aufruf „Lass dich nicht hängen“, hatten die Fachjury damals überzeugt.

„Ich finde Komasaufen sehr schlimm. Da ist zunächst der gesundheitliche Aspekt. Nicht immer müssen sofort Schädigungen auftreten. Das kann auch später kommen, und man macht sich das Leben kaputt“, so die Harthaer Oberschülerin damals. Die Gesundheit der Menschen ist Marie auch weiterhin wichtig. Sie erlernt derzeit den Beruf der Notfallsanitäterin.

Auch im Jahr 2021 winkt den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis. „Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, hat die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro“, sagt Pressesprecher Wandel.

Einsendeschluss für den Wettbewerb der Krankenkasse ist der 30. April 2021. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im September wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) aus den 16 Landessiegern die Bundessieger.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau

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