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Länger einkaufen: Mehr Döbelner Händler halten durch

So langsam scheint sich der verkaufsoffene Samstag in Döbelns Innenstadt zu etablieren.

Im Schuhhaus Jung sind Paula und ihre Eltern Matthias Kaiser und Juliane Bocks beim langen Einkaufssamstag fündig geworden.
Im Schuhhaus Jung sind Paula und ihre Eltern Matthias Kaiser und Juliane Bocks beim langen Einkaufssamstag fündig geworden. © Lars Halbauer

Döbeln. Immer mehr Döbelner und Gäste der Stadt nutzen die Möglichkeit, am Samstagnachmittag durch die Stadt zu bummeln. Die „Frequenzbringer“, wie man großen Ketten wie Kik, Tedi oder Rossmann auch nennt, machen genauso mit wie Einzelhändler und Handwerker vom Optiker über Weinhändler bis hin zu Anbietern von Mode. Döbeln kann sich von der Vielfalt her sehen lassen. Aber es gibt noch Luft nach oben. Nicht alle Händler sind begeistert und nicht alle Läden machen mit.

Die Familien Ebenstreit und Liers aus Niederstriegis wollten mit ihren Kindern beim Sportwarenhändler einkaufen gehen, der hatte leider nicht geöffnet. Dafür aber der Tedi-Markt. Dort hat die elfjährige Thea etwas für sich entdeckt. Auch Familie Labs aus Döbeln bummelt durch die Stadt und würde es begrüßen, wenn noch mehr Geschäfte bei der Aktion dabei wären. „Wir sind gezielt hergekommen, um in den Handyladen zu gehen. Leider hatte ausgerechnet der schon zu.“ Insgesamt sei es aber schön, zu sehen, dass sich immer mehr Läden an der Aktion beteiligten.

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Deutlich mehr Händler als im September hielten am vergangenen Sonnabend länger durch als sonst. Und das schien belohnt zu werden. Das Schuhhaus Jung gegenüber vom Rathaus verzeichnete einen sehr ordentlichen Besucherstrom, so die Chefin. Die kleine Paula ist mit ihren Eltern Matthias Kaiser und Juliane Bocks grade stolz mit zwei Paar neuen Schuhen unterwegs. „Wir haben die Schuhe auch mit einem Gutschein des Stadtwerberings bezahlt. Dass man nachmittags am Wochenende Gelegenheit zum Einkaufen hat, ist toll“, erzählt Matthias Kaiser.

Tüten schwingend kommen auch Frieda, Karl und Elena durch die Straßen geschlendert. Sie sind im Spielzeugladen und im Stoffladen fündig geworden. „Aus dem Stoff soll ein schickes Kleid genäht werden“, schwärmt die kleine Frieda. Sie nähe nämlich auch schon fleißig selbst, erzählt sie. Sich im Laden etwas anzuschauen und auszusuchen, ist offenbar noch beliebter, als ohne Beratung im Internet zu kaufen.

Grit Neumann vom Haarsalon City ist die Vorsitzende des Stadtwerberings. Sie freut sich, dass viele Händler mitziehen. „Es lohnt sich für die Innenstadt“, sagt sie überzeugt. Die Selbstständigen müssten darüber natürlich für sich selbst entscheiden. Oft sei es auch eine personelle Frage. „Aber die Chance, Kunden zu halten und neue zu werben, sollte man gerade in Corona-Zeiten nutzen“, findet sie.

Am ersten Sonnabend im November gibt es den nächsten langen Verkaufssamstag in Döbeln. (laha)

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