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Länger öffnen für entspanntes Shoppen

Den Einkaufssonntag verbucht der Stadtwerbering Döbeln als Erfolg. Am Sonnabend schließen die Läden erneut viel später.

Im Soulfashion setzte Betreiberin Susan Ranft (Mitte) auf Networking und hat sich zur linken Katrin Luckweil zur Kosmetikberatung und Gabriele Hein zur Produktberatung für Kosmetik vom LR International eingeladen.
Im Soulfashion setzte Betreiberin Susan Ranft (Mitte) auf Networking und hat sich zur linken Katrin Luckweil zur Kosmetikberatung und Gabriele Hein zur Produktberatung für Kosmetik vom LR International eingeladen. © Lars Halbauer

Döbeln. Die Händler seien rundherum zufrieden, erklärte Grit Neumann, Chefin des Stadtwerberings, nach dem verkaufsoffenen Sonntag.

Die Möglichkeit, am Nachmittag des 4. Oktober durch die Geschäfte zu bummeln, hatten viele Ladeninhaber den Kunden im Zusammenhang mit dem Streetfood-Festival geboten. Die Döbelner hätten das rege genutzt und einige Händler sich etwas einfallen lassen.

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Susan Ranft, die erst vor Kurzem in die Ritterstraße gezogen ist, setzte auf Kooperation. Gemeinsam mit Gabriele Hein, die Kosmetik im Direktvertrieb an die Dame und den Herrn bringt, und Katrin Luckweil, die ihr Kosmetikstudio „Katrin Küttner“ vorstellte, zeigten die drei Damen einen Mix aus Kosmetik, Beauty und Styling. Susan Ranft war sehr zufrieden: „Die Kunden haben sich gefreut, stöbern zu können. Sie haben sich Inspirationen geholt und sich Zeit genommen, um sich beraten zu lassen.“

Bummeln ohne Zeitdruck

So kamen auch Kunden, die in der Woche keine Zeit fanden. Diese Erfahrung machte auch Christine Schwingenschwöl. Sie öffnete die Türen im Jeans & Fashion hinter dem Rathaus und freute sich, dass jede Menge Kunden zu ihr hereinschauten: „Im Frühjahr und im Herbst, wenn es neue Kollektionen gibt, ist es toll, wenn unsere Kunden bummeln können, sich Ideen holen und vielleicht auch das eine oder andere Teil kaufen. An den Mundschutz haben sich alle Kunden gewöhnt. Wir achten auch sehr darauf, in eine Kontrolle will natürlich niemand von uns geraten.“

Florence Cunnac vom Gourmandise an der Ritterstraße ist Mitglied im Stadtwerbering und meinte: „Wenn wir Öffnungszeiten am Wochenende etablieren wollen, müssen wir durchhalten und nicht nach drei Wochen sagen, dass es nicht funktioniert.“ Sie meinte, die Kunden müssten sich durch Werbung und viel Kommunikation daran gewöhnen, dass sie auch am Wochenende bummeln können. „So etwas braucht aber Zeit.“

Familie oder Geschäft?

Nicht alle Geschäfte hatten am Sonntag geöffnet. Ein Laden entschuldigte sich mit einem handgeschriebenen Zettel: „Der Sonntag hat sich für uns nicht rentiert, unsere Kunden kaufen am Sonntag nicht bei uns ein.... Wir werden daher die Zeit mit unseren Familien und Kindern verbringen...“ 

Peter Burger aus Döbeln, der sich in der Innenstadt umgesehen hat, meinte dazu: „Ich verstehe, dass die Verkäufer auch Zeit mit ihren Familien haben wollen. Wenn aber ein Geschäft auf hat und eines nicht, naja, dann macht das Shoppen ja auch keinen Spaß.“

Größere Filialen machen mit

Damit spricht er Grit Neumann aus dem Herzen. „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel neu setzen“, sagte sie im übertragenen Sinn. Am Sonntag könnten die Händler nur in Verbindung mit einem Fest öffnen.

 Entsprechende Absprachen erfolgten bereits zu Jahresbeginn gemeinsam mit den Großmärkten in den Gewerbegebieten. Es sei aber wichtig, den langen Sonnabend zur Normalität werden zu lassen.

„Döbeln kann bereits mit den Kernöffnungszeiten punkten. Jetzt ist es wichtig, dass sich auch einmal im Monat der lange Samstag etabliert“, so die Chefin des Stadtwerberings. Bereits an diesem Sonnabend, dem 10. Oktober, sollen die Geschäfte in der Innenstadt nicht schon um 12 Uhr, sondern erst um 18 Uhr geschlossen werden. Einige größere Filialen, die nicht dem Stadtwerbering angehören, hätten bereits zugesagt, mitzuziehen. (mit laha)

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