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Landkreis fährt mit Strom

Die Behörde hat die ersten drei E-Autos in Dienst genommen. Aber die sind nicht für jede Aufgabe geeignet.

Der Landkreis Mittelsachsen hat drei E-Autos in Betrieb genommen.
Der Landkreis Mittelsachsen hat drei E-Autos in Betrieb genommen. © dpa-Zentralbild

Mittelsachsen. Der Landkreis Mittelsachsen setzt auf E-Autos. Drei entsprechende Fahrzeuge sind unlängst in den Dienst genommen worden. Es sind die ersten E-Autos, die das Landratsamt nun nutzt.

Über 120 Fahrzeuge gehören zum Hauptfuhrpark der Behörde. Mehr als 60 davon benötigen Diesel-Kraftstoff, 57 Fahrzeuge fahren mit Benzin. Im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes sind 21 Diesel-Fahrzeuge im Einsatz. Und auch der Straßenbetriebsdienst setzt bei seinen 67 Fahrzeugen auf Diesel-Antrieb. Nun hat der Landkreis sich auf neues Terrain vorgewagt und drei E-Autos in Betrieb genommen. Finanziert wurden die Fahrzeuge unter anderem mit Geld aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ (Sächsische.de berichtete).

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Mit diesem wird Mittelsachsen Geld von Bund und Land zur Verfügung gestellt, das in die kommunale Infrastruktur investiert werden soll. „Mit der Bundesförderung haben wir vor allem energetische Sanierungen von Gebäuden umsetzen können“, informierte Dr. Lothar Beier, erster Beigeordneter des Landrates sowie zuständig für die Bereiche Kreisentwicklung, Verkehr, Umwelt und Technik am Landratsamt.

Investiert worden ist unter anderem in die energetische Sanierung des Gymnasiums in Flöha sowie Gebäude der Straßenmeisterei in Hainichen. „Dabei haben wir Einsparungen erzielen können. Mit den Restmitteln können wir zwei Fahrzeuge für den Pool des Landratsamtes anschaffen sowie drei Ladestationen in Freiberg und Döbeln errichten“, informierte Lothar Beier. Für den Kauf des dritten Fahrzeuges konnte durch Verschiebung von Fördergeld eine weitere Kosteneinsparung erwirkt werden.

Autos werden in Döbeln eingesetzt

Alle drei Fahrzeuge befinden sich mittlerweile im Dienst. „Sie sind für dienstliche Fahrten und Wahrnehmung von Außenterminen gedacht. Sie werden in Döbeln und Freiberg eingesetzt“, informierte Kreissprecher André Kaiser. Die Autos seien bei den meist üblichen Dienstfahrten innerhalb des Landkreises bisher problemlos einsetzbar gewesen. Im Zuge der Anschaffung der Fahrzeuge ist auch in die entsprechende Infrastruktur investiert worden.

Sowohl am Behördenstandort in Döbeln an der Straße des Friedens 20 als auch an der Leipziger Straße 4 in Freiberg sind bereits Ladesäulen errichtet worden. Für 2021 geplant ist eine weitere Ladevorrichtung an der Frauensteiner Straße 43 in Freiberg. Jene werde im Rahmen des Ersatzneubaus des Nebengebäudes mit errichtet, informierte Kaiser. „Bei längeren Fahrten jedoch ist eine Vorausplanung erforderlich“, so der Kreissprecher weiter über die bisherigen Erfahrungen mit den E-Autos.

Vorerst sei nicht geplant, die komplette Flotte auf Stromfahrzeuge umzurüsten, hieß es vonseiten des Landratsamtes. Sukzessive sollen jedoch weitere Fahrzeuge dieses Typs in Dienst genommen werden. Aber: „Nicht für alle benötigten Fahrzeugtypen und Einsatzzwecke gibt es derzeit passende E-Fahrzeuge am Markt“, stellte André Kaiser klar.

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