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Landkreis kauft Elektroautos

Aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ ist Geld übrig. Damit sollen jetzt auch Ladesäulen gebaut werden.

Auch das Landratsamt will in Zukunft auf Elektroautos setzten.
Auch das Landratsamt will in Zukunft auf Elektroautos setzten. © Symbolfoto: dpa

Mittelsachsen. Das Landratsamt setzt bei Dienstwagen zukünftig auf Elektromobilität. Die Behörde investiert in drei E-Fahrzeuge sowie drei Ladesäulen. Die Kreisräte haben dem Vorhaben zur vergangenen Sitzung des Gremiums ihre Zustimmung erteilt.

Finanziert werden die neuen Fahrzeugen mit Geldern aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“. In diesem wird Mittelsachsen Geld von Bund und Land zur Verfügung gestellt, das in die kommunale Infrastruktur investiert werden soll. „Mit der Bundesförderung haben wir vor allem energetische Sanierungen von Gebäuden umsetzen können“, informierte Dr. Lothar Beier, erster Beigeordneter des Landrates sowie zuständig für die Bereiche Kreisentwicklung, Verkehr, Umwelt und Technik am Landratsamt. Investiert worden ist unter anderem in die energetische Sanierung des Gymnasiums in Flöha sowie Gebäude der Straßenmeisterei in Hainichen.

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„Dabei haben wir Einsparungen erzielen können. Mit den Restmitteln können wir zwei Fahrzeuge für den Pool des Landratsamtes anschaffen sowie drei Ladestationen in Freiberg und Döbeln errichten“, informierte Beier. Für den Kauf des dritten Fahrzeuges konnte durch Verschiebung von Fördergeld eine weitere Kosteneinsparung erwirkt werden.

Es sind die ersten E-Fahrzeuge, die der Landkreis in den Dienst nimmt. Auch entsprechende Ladetechnik sei bisher nicht vorhanden, informierte Pressereferentin Peggy Zill auf Nachfrage von Sächsiche.de. Einen konkreten Plan, bis wann wie viele Fahrzeuge mit E-Mobilität am Landratsamt im Einsatz sein sollen, gebe es nicht. Die Ladestationen, die im Zuge der neuen Investitionen errichtet werden, sollen lediglich vom Landratsamt genutzt werden.

Zu teuer: Maßnahme zurückgestellt

Bei den Maßnahmen im Rahmen des Programms „Brücken in die Zukunft“, bei denen Geld vom Land fließen sollte, sieht die Entwicklung ganz anders aus. „Einige haben sich verteuert“, sagte Beier. Betroffen davon ist zum Beispiel der Neubau eines Lehrschwimm- und Therapiebeckens an der Förderschule in Flöha. Für das Vorhaben, mit einem Invesitionsvolumen von 3,6 Millionen Euro das teuerste aus dem Programm, ist am 10. Juli der Grundstein gelegt worden. 

Um die Teuerung finanzieren zu können, wurde Fördergeld für den geplanten Umbau an der Außenstelle des Landratsamtes am Rotorwerk in Freiberg hinzugenommen. Die Planungen dazu haben ergeben, dass die Kosten für jenes Vorhaben um das doppelte höher sind als angenommen. „Daher wurde diese Maßnahme zunächst zurückgestellt“, sagte Beier.

Bestandteil des Programms ist unter anderem auch die Erneuerung des Brandschutzes und der Sicherheitstechnik an der Regenbogenschule in Döbeln sowie Maßnahmen an den Standorten des Beruflichen Schulzentrums Döbeln-Mittweida.

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