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Leisnig bekommt Geld für "lebendiges Zentrum"

Nach dem Lindenplatz könnte der Apianplatz aufgehübscht werden. Aber auch Angefangenes soll zum Abschluss kommen.

Leisnig gehört zu den sächsischen Kommunen, die Bund und Land bei ihren Bemühungen unterstützen, die historische Altstadt und den Stadtkern zu erhalten.
Leisnig gehört zu den sächsischen Kommunen, die Bund und Land bei ihren Bemühungen unterstützen, die historische Altstadt und den Stadtkern zu erhalten. © Dietmar Thomas

Leisnig. Dass die Städtebauförderung in Leisnig im vergangenen Jahr gut eingesetzt wurde, das kann jeder sehen, der sich am Rande der Altstadt einmal den neue gestalteten Lindenplatz anschaut. In die Umsetzung dieses lange geplanten Projektes hat Leisnig auch Fördergeld gesteckt. Und für 2021 können die Stadträte mit weiterer Unterstützung von Freistaat und Bund rechnen.

Im Detail sind die Pläne noch nicht fertig. Doch Bauamtsleiter Thomas Schröder kann schon in etwa sagen, wo das Geld in Höhe von voraussichtlich 500.000 Euro zum Einsatz kommen soll. Zwei Projekte gibt es in der Turnerstraße. Das eine ist mit dem Anbringen einer Rankhilfe ein kleines, das das Wohnumfeld aufwertet.

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Dies hat auch ein Abriss zum Ziel. Verschwinden soll das Haus Nummer 5. Es gilt als herrenlos und stellt durch herabstürzende Bauteile durchaus auch eine Gefahr für jene dar, die an dem Gebäude vorbeifahren.

Turnhallen sollen fertig saniert werden

Fortführen will die Kommune in jedem Fall ihre Turnhallensanierungen. An der Karl-Zimmermann-Halle steht noch aus, die Gebäudehülle in Ordnung zu bringen. 2020 ist dort eine moderne Heizung eingebaut, das Dach war schon vorher saniert worden.

In der Sporthalle neben der Peter-Apian-Schule – inzwischen schon mehr als 100 Jahre alt – geht es als Nächstes darum, den Hallenbereich zu modernisieren. Das Parkett bedarf dringend einer Erneuerung. Auch die Deckenheizung entspricht nicht mehr dem Stand der Technik.

Erst 2020 gingen die Handwerker in dieser Halle ein und aus. Im Obergeschoss wurden neue Duschen eingebaut, an den Eingangsbereich schließen sich neue Toiletten an. Und für die meisten Utensilien wie Mattenwagen oder Ballsammelsurium gibt es nun einen Geräteraum. Damit haben die Schul- und Freizeitsportler in der Halle auch ein wenig mehr Platz zum Sporttreiben oder das Tanzen in der Freizeit.

Der Apianplatz sieht im Vergleich zum gegenüberliegenden, 2020 erst neu gestalteten Lindenplatz fast ein wenig trostlos aus. Bauamtsleiter Thomas Schröder könnte sich deshalb vorstellen, im oberen Bereich kleinere Verschönerungsarbeiten anzugehen.
Der Apianplatz sieht im Vergleich zum gegenüberliegenden, 2020 erst neu gestalteten Lindenplatz fast ein wenig trostlos aus. Bauamtsleiter Thomas Schröder könnte sich deshalb vorstellen, im oberen Bereich kleinere Verschönerungsarbeiten anzugehen. © Heike Heisig

Vorstellen könnte sich der Bauamtsleiter aber auch kleinere Neugestaltungen im oberen Bereich des Apianplatzes. Der befindet sich gegenüber des inzwischen schicken Lindenplatzes.

Außer in kommunale Vorhaben soll ein Teil des Geldes auch wieder in private Baumaßnahmen fließen. Wer zum Beispiel in der sogenannten Gebietskulisse eine Immobilie hat, kann unter bestimmten Umständen Zuschüsse für Sanierungen bekommen. Auch 2020 waren Anträge dafür eingegangen. Erst kurz vor Weihnachten stimmten die Räte dem Förderantrag für ein Wohn- und Geschäftshaus an der Chemnitzer Straße zu.

Insgesamt hat das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung 127 Städten und Gemeinden eine Summe von 155 Millionen Euro für den Städtebau in Aussicht gestellt. Neu ist: Statt der bisher sechs kleinteiligen Programme gibt es drei komplexere: Sozialer Zusammenhalt, Wachstum und nachhaltige Erneuerung sowie Lebendige Zentren. In letztgenannter Förderkulisse befindet sich Leisnig seit dem Jahr 2015.

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