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Leisnig: Dirk Morgenstern ist tot

Der Familienvater, Stadtrat und Geschäftsführer einer Firma ist in der Nacht zu Montag nicht nach Hause gekommen. Alle die ihn kannten, sind schockiert.

Der Leisniger Dirk Morgenstern ist vergangene Nacht gestorben.
Der Leisniger Dirk Morgenstern ist vergangene Nacht gestorben. © Archiv

Leisnig. Der Platz von Stadtrat Dirk Morgenstern wird in Zukunft leer bleiben. Die kommenden Stadtratssitzungen werden ohne ihn über die Bühne gehen müssen. Sein Schreibtisch als Geschäftsführer der Mildensteiner Baugilde wird leer bleiben, und auch seine Familie wird auf einen leeren Platz in ihrer Mitte schauen.

Nach Informationen von Sächsische.de ist der 50-Jährige am Sonntag nach einem privaten Termin nicht nach Hause zurückgekehrt. Stunden später überbringen Polizeibeamte die traurige Nachricht: Dirk Morgenstern ist in der Nähe von Grimma freiwillig aus dem Leben geschieden. Unweit von Grimma haben Polizeitaucher vor etwas mehr als zwei Jahren auch seinen toten Sohn Christian gefunden.

Erst seit kurzem wieder im Leisniger Stadtrat

Über viele Jahre hatte Dirk Morgenstern schon im Leisniger Stadtrat mitgearbeitet. Bei der zurückliegenden Kommunalwahl schaffte er den Einzug ins Stadtparlament allerdings nicht. Erst als Nachrücker gelang es ihm vor ein paar Wochen, wieder in den Stadtrat einzuziehen. Er folgte auf Wolfgang Rölle, der sich aus Altersgründen aus dem obersten kommunalen Gremium verabschiedet hat.

Zu jeder Zeit hat sich Dirk Morgenstern aber nicht nur als Stadtrat für kommunale Belange eingebracht. Er unterstützte und förderte auch Kultur und Sport und zeigte, dass ihm das Vorwärtskommen der Stadt Leisnig am Herzen liegt.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über das Thema Suizid, außer es erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/1110111 und 0800/1110222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.​

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