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Döbeln

Leisnig: Endlich weitere Toiletten für die Oberschule

Die Handwerker bauen gerade um. Damit geht ein langjähriger Wunsch der Schüler in Erfüllung. Der Anlass dafür ist allerdings kein wirklich schöner.

Martin Bretsch ist in der Leisniger Oberschule zunächst mit dem Trockenbau beschäftigt, danach folgen die Sanitärarbeiten.
Martin Bretsch ist in der Leisniger Oberschule zunächst mit dem Trockenbau beschäftigt, danach folgen die Sanitärarbeiten. © Lars Halbauer

Leisnig. Statt der Schüler der Abgangsklassen, die sich im Moment in den vorgezogenen Winterferien befinden, gehen im Moment Handwerker in der Peter-Apian-Oberschule ein und aus. Ihre Aufgabe ist es, zusätzliche Sanitärräume in dem Schulgebäude an der Franciscus-Nagler-Straße einzurichten.

„Wir werden sowohl im ersten, als auch im zweiten Obergeschoss je eine Jungs- und Mädchentoilette schaffen“, sagt Bauamtsleiter Thomas Schröder. Die Kommune ist Eigentümer des nach der Wende zur Schule umgebauten ehemaligen Fabrikgebäudes und als Schulträger aber auch dafür verantwortlich, dass die aktuellen Corona-Schutzverordnungen und -regelungen eingehalten werden können.

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Das ist unter den bisherigen Bedingungen nur schwer möglich. Zwar gibt es eine ausreichende Zahl an Toiletten im Kellergeschoss. Doch dorthin müssen die Schüler in den Pausen aus allen Etagen. Das ist mitunter mit Gedränge in den Treppenhäusern genauso verbunden wie bisweilen mit Warteschlangen vor den Toiletten. Und beides soll im Moment zum Schutz vorm Coronavirus vermieden werden.

„Wir bauen die Toiletten in erster Linie wegen der Corona-Auflagen“, sagt Thomas Schröder deutlich. Gefördert werde das von Bund und Land nicht. Dafür müsse die Kommune aufkommen. Die Kosten, die den städtischen Haushalt belasten, beziffert der Amtsleiter auf rund 45.000 Euro.

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Schon als es vor reichlich einem Jahr um die Modernisierung der Schulgebäude ging, was moderne Medien betrifft, hatte Vize-Schulleiterin Manuela Konzok den Vertretern von Stadtrat und -verwaltung den Wunsch der Schüler nach zusätzlichen Toiletten übermittelt. Damals hatten die Wenigsten schon mal von einem Coronavirus gehört und kaum jemand hätte sich vorstellen können, wie der Alltag in Deutschland inzwischen mit Corona aussieht.

Bei der Schulbesichtigung brachten die Vertreter der Kommune zwar Verständnis für den Wunsch der Schüler auf. Immerhin müssen diese mitunter auf die gesamte Pause verzichten, wenn sie vom Obergeschoss zu den Toiletten im Keller müssen. Doch die Verwaltung führte vor allem technische und räumliche Probleme ins Feld, weshalb es wohl in absehbarer Zeit keine weiteren Sanitärräume gibt.

Doch mittlerweile sind Wege gefunden worden. Lehr- und Putzmittelräume werden auf beiden Etagen zusammengelegt und dadurch Platz für zwei zusätzliche Toiletten auf jeder Etage geschaffen, erklärt Thomas Schröder, wie die Lösungen der Planer aussehen. Die hätten, wenn es nach dem Wunsch der Kommune gegangen wäre, noch ein wenig früher realisiert werden sollen. Doch wie Bürgermeister Tobias Goth (CDU) Ende vergangenen Jahres informiert hatte, waren die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe schon relativ voll.

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