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Leisnig feiert Altstadtfest, aber kein Jubiläum

Es hat lange gedauert, bis die Entscheidung gefallen ist. Sicher ist nun: Es wird kein Fest, wie es viele Leisniger und Gäste kennen.

Mitglieder der Stadtwache und des Leisniger Carnevalsclubs dürfen auch in diesem Jahr wieder Besucher zum Altstadtfest in Leisnig begrüßen. Geplant sind mehrere getrennte Festareale, auf denen auch entsprechende Forderungen eingehalten werden könnten.
Mitglieder der Stadtwache und des Leisniger Carnevalsclubs dürfen auch in diesem Jahr wieder Besucher zum Altstadtfest in Leisnig begrüßen. Geplant sind mehrere getrennte Festareale, auf denen auch entsprechende Forderungen eingehalten werden könnten. © Dietmar Thomas

Leisnig. Viele, die sich in irgendeiner Weise am Altstadtfest auf der historischen Handwerkerstraße oder als Helfer bei einem mitwirkenden Verein beteiligen wollen, atmen auf. Die Entscheidung, ob Ende August in Leisnig gefeiert wird, ist gefallen. Nun können die Vorbereitungen beginnen. Die laufen ansonsten für gewöhnlich schon im zeitigen Frühjahr an.

Wie Bürgermeister Tobias Goth (CDU) auf Anfrage erklärt, werde das Fest vom 27. bis 29. August dem „neuen Altstadtfest“ ähneln, wie es 2019 zum ersten Mal gefeiert worden ist. Das heißt, ein Eintritt ist nicht vorgesehen. Es gibt auch Fahrgeschäfte, allerdings am Lindenplatz. „Auf dem Parkplatz dort finden die Fahrgeschäfte eine ebene Stellfläche“, erklärt Goth.

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Das etwas abschüssige Gelände vorm Rathaus habe sich dafür als weniger geeignet erwiesen. Der Marktplatz solle sozusagen ein Platz zum Luftholen zwischen den Festarealen Lindenplatz und Kirchstraße/Kirchplatz sein. Auch ein Oldtimertreffen solle es dort am Sonntagvormittag wieder geben. Den Hut dafür hätten Claus Dieter Andrä, Silke Nollau und Marko Leske auf.

Wieder Gedenkmünze zu haben

Als drittes Festgelände bezeichnet der Bürgermeister den Bereich Burglehn. Dort werden sich die Besucher beispielsweise auf Präsentationen der neuen Stiefelwacht und des zu Jahresbeginn restaurierten Leisniger Riesenstiefels freuen können. Die Münzpresse allerdings dürften sie dort vergebens suchen.

Dabei lässt der Leisniger Geschichts- und Heimatverein wieder eine Gedenkmedaille prägen. „Ulrich Voigtländer und Christbert Steude waren wieder kreativ und haben ein Motiv für 2021 entworfen“, sagt Vereinschef Uwe Reichel. Verkauft werde das Erinnerungsstück zum Preis von 30 Euro ab dem 15. Juli in der Stadtbibliothek an der Kirchstraße.

Dort nehmen die Mitarbeiterinnen ab sofort Reservierungen entgegen – genau wie Ulrich Voigtländer (Tel. 034321 12790), Christbert Steude (Tel. 12064) und Silvia Hofmann (12844, zu den Öffnungszeiten des Einrichtungsgeschäftes an der Chemnitzer Straße).

Thema der neuen Altstadtfest-Münze wird das Stadtjubiläum sein: Vor mittlerweile 975 Jahren ist Leisnig erstmals urkundlich erwähnt worden. Eine Feier aus diesem Anlass gibt es 2021 allerdings nicht, sagt der Rathauschef. Er lässt noch offen, ob diese im kommenden Jahr oder dann in fünf Jahren nachgeholt wird.

Festkleid fürs Rathaus und die Schulen

Ein Grund für den Aufschub ist, dass die Vorbereitungszeit jetzt zu knapp ist. Die Entscheidung für oder gegen eine Feier ist schon seit dem Vorjahr immer wieder verschoben worden, unter anderem auch wegen der Corona-Pandemie.

Weil es nun keine Feier gibt, begrüßt der Bürgermeister die Initiative und den Aufruf des Heimatvereins, durch verschiedene Schmückungen an das Jubiläum zu erinnern. Auch die Kommune werde sich daran beteiligen und Rathaus und Schulen „herausputzen“, Wimpelketten seien geordert.

Das Aufteilen in verschiedene Festgelände ist Goth zufolge dem weiteren Schutz vor dem Coronavirus geschuldet. Wahrscheinlich werden noch bestimmte Besucherobergrenzen gelten müssen. Das im Blick zu behalten, werde Aufgabe der Security sein. „Das ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden, der sich zweifelsfrei in den Kosten widerspiegeln wird“, kündigt er an.

Festtrubel endet wieder vor den Toren der Burg

Für das Unterhaltungsprogramm liegt die Verantwortung wie schon 2019 bei Mitveranstalter Michael Köhler. Was die Stadt Leisnig selbst beisteuern kann, sondiert die Verwaltung gerade. Das beliebte Altstadtfeststück der CCL-Mimen wird es angesichts der Kürze der Zeit nicht geben. Und auch mit Schüleraufführungen dürfte es schwierig werden: Ende August sind noch Ferien.

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Das Burggelände wird wahrscheinlich nur für den regulären Besucherverkehr öffnen und nicht ins Festgeschehen einbezogen. Das war 2019 erstmals so. Damals gab es Diskrepanzen über Kosten. Deshalb blieb Burgchefin Susanne Tielser bei der weiteren Planung außen vor. Auch in diesem Jahr ist das so gewesen, sagt sie auf Anfrage. „Schade. Als unmittelbare Nachbarn wären wir gern einbezogen oder zumindest informiert worden.“

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