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Döbeln

Leisnig krempelt Pläne um

Leisnigs Bürgermeister wünscht sich fürs neue Jahr dasselbe wie viele andere: dass bald wieder ein Stück Normalität in den Alltag zurückkehren kann.

Die Lindenplatz-Gestaltung ist 2020 abgeschlossen worden. Doch eine gebührende Einweihung konnte es wegen der Corona-Einschränkung nicht geben.
Die Lindenplatz-Gestaltung ist 2020 abgeschlossen worden. Doch eine gebührende Einweihung konnte es wegen der Corona-Einschränkung nicht geben. © Dietmar Thomas

Leisnig. Die Pandemie hat das Jahr 2020 geprägt, und sie wird auch über den Jahreswechsel allgegenwärtig sein. Überall dort, wo nicht alle Familienmitglieder zusammensitzen und feiern können oder jemand fehlt, weil er in Quarantäne oder sogar im Zusammenhang mit der neuartigen Lungenkrankheit gestorben ist.

In Leisnig selbst ist die Zahl der Infizierten zwar immer noch überschaubar, wie Bürgermeister Tobias Goth (CDU) mit Blick auf die regelmäßig den Kommunen zur Verfügung gestellten Statistiken sagt. Trotzdem sorgt sich der Rathauschef – nicht nur um seine Familie und Freunde.

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„Mein Wunsch wäre, dass wir die Pandemie in den Griff bekommen, wieder ein Stück Normalität in den Alltag einziehen kann, dass wir und unsere Kinder wieder Vereinssport betreiben, Kultur anbieten und genießen können und die Fünftklässler im nächsten Jahr wieder nach Wangerooge fahren können“, fasst Tobias Goth zusammen.

Bau von Aldi mit Drogeriemarkt stehen an

Er wisse, dass das Virus nicht einfach so verschwinden wird und es eine Zeit braucht, bis Maßnahmen wie Impfungen wirken. Daher stellt er sich auch selbst auf Abstriche ein. „Das Blütenfest 2021 haben wir schon abgesagt. Doch ich hoffe, dass wir wenigstens das Altstadtfest in kleinem Rahmen feiern können. Das Stadtjubiläum sollten wir aus meiner ganz persönlichen Sicht außen vor lassen. Doch dazu ist noch nichts entschieden“, so Goth.

Baumäßig soll 2021 einiges in Leisnig passieren. Nach Jahren des Hin und Her soll die Johannistalstraße in Ordnung gebracht werden – und mit der Ampelkreuzung sogar noch ein Stück mehr. Die Karl-Wagler-Straße steht auf dem Bauplan und auch die Poststraße als letzte der Altstadtstraßen.

Im Frühjahr, so hofft Goth, soll Baustart für den neuen Aldi-Markt an der Umgehungsstraße sein. Eine Baugenehmigung hatte der Landkreis als zuständige Behörde nach Kenntnis des Bürgermeisters bis Anfang Dezember noch nicht ausgestellt. Trotzdem geht er davon aus, dass der Discounter nach Jahren der Vorbereitung nun endlich neu bauen und umziehen kann. Dann bekommt Leisnig mit „dm“ wieder einen Drogeriemarkt.

In Schulen ging's nur schleppend weiter

Lange gewartet habe die Kommune auch auf die Zusage, Leader-Fördergeld dafür einsetzen zu dürfen, in den Schulen die baulichen Voraussetzungen für den Einzug digitaler Technik zu schaffen. „Ein Baubeginn war deshalb in 2020 nicht mehr möglich“, so Goth. Auch den Einbau zusätzlicher Toiletten in der Peter-Apian-Oberschule habe die Kommune verschieben müssen. Grund dafür sei aber weder das Coronavirus noch die Bürokratie gewesen. „Die Handwerker hatten schlichtweg keine Kapazität mehr“ erklärt der Bürgermeister.

Nach seinen Worten soll 2021 auch die Innensanierung der Turnhalle an der Würkertstraße zu Ende sowie der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bockelwitz zum Abschluss gebracht werden. „Feierlich eröffnen wollen wir es voraussichtlich im Mai“, so Goth. Um diese Zeit ist auch eine nachträgliche Eröffnungsfeier des Lindenplatzes geplant. Der konnte in diesem Jahr endlich für rund eine Million Euro neu gestaltet werden.

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