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Leisnig: Nächstes Stück Stützmauer bröckelt

Die Stadt handelt, bevor der darüber liegende Hang nachrutscht. An anderer Stelle war das schon einmal passiert.

Robert Schau (links) und Daniel Brosek von der Firma Brücken- und Spezialbau Meißner GmbH haben an der Leisniger Bergstraße ein Stück marode Stützmauer stabilisiert.
Robert Schau (links) und Daniel Brosek von der Firma Brücken- und Spezialbau Meißner GmbH haben an der Leisniger Bergstraße ein Stück marode Stützmauer stabilisiert. © Dietmar Thomas

Leisnig. Leisnig, die Stadt auf dem Berge – was im Werbeslogan nach Romantik klingt, ist im wirklichen Leben mitunter mehr Last als Lust. Das zeigt sich im Moment einmal mehr an der Bergstraße. Dort muss die Kommune ein weiteres Stück Stützmauer in Ordnung bringen lassen.

Die offenbar etwas größeren Schäden sind im März festgestellt und daraufhin das darunter liegende Stück Fußweg gesperrt worden. Fußgänger, die beispielsweise den Kindergartenberg herunterkommen, sind angehalten, gleich an dieser Stelle die Straßenseite zu wechseln, wo es ebenfalls einen Gehweg gibt.

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Laut Bürgermeister Tobias Goth (CDU) handelt es sich um rund 30 Quadratmeter Mauer, die die Kommune auf eigene Kosten jetzt reparieren lassen muss. Gerade bei solchen Mauern sind die Eigentumsverhältnisse mitunter fraglich.

Stützmauern in Leisnig bleiben "Sorgenkind"

Einige der Stützmauern gehören auch zu den gleich dahinter liegenden Grundstücken. So musste zum Beispiel ein Eigentümer an der Schlossstraße vor einiger Zeit ein größeres Stück Mauer fachgerecht sichern lassen.

Für die Mauer auf der anderen Straßenseite wiederum ist die Kommune verantwortlich. Erst im vergangenen Jahr hat sie dort ein Stück Fußweg in Ordnung bringen und die darunter liegende Stützmauer gegen eindringende Nässe sichern lassen.

Auch die Natursteinmauern an der Bergstraße beschäftigen die Stadt Leisnig schon über Jahre hinweg. Eine besonders kritische Situation ergab sich nach dem Abriss des ehemaligen Hotels „Belvedere“, später Berufsschule und zuletzt Hort. Dort hatten sich aus dem treppenartigen Mauerkonstrukt größere Brocken gelöst und waren teilweise abgerutscht. Verletzt wurde dabei niemand.

In mehreren Bauabschnitten musste die Kommune danach die Mauer sanieren und vor allem stabilisieren lassen. Das hat insgesamt eine sechsstellige Summe verschlungen.

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