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Leisnig regelt das Parken in zwei Altstadtstraßen neu

Verkehrsrechtliche Probleme sind der Grund für die Änderungen. Die muss es auch auf der Oberlanggasse geben.

Am Schlossberg stehen Fahrzeuge mitunter auf beiden Seiten der ohnehin schon engen Straße. Das hat dem Winterdienst das Durchkommen erschwert. Aber auch die Müllwerker müssen bisweilen zirkeln.
Am Schlossberg stehen Fahrzeuge mitunter auf beiden Seiten der ohnehin schon engen Straße. Das hat dem Winterdienst das Durchkommen erschwert. Aber auch die Müllwerker müssen bisweilen zirkeln. © Dietmar Thomas

Leisnig. Auf dem neu ausgebauten Schlossberg in Leisnig wollte das Ordnungsamt der Stadtverwaltung von vornherein keine einschränkenden Verkehrsregelungen treffen. Doch daran kommt die Kommune nun offenbar nicht vorbei.

Was geplant ist, stellte Ordnungsamtsmitarbeiter Uwe Dietrich jetzt den Stadträten vor, die im Technischen Ausschuss mitarbeiten. Hintergrund für die Änderungen sind seinen Worten zufolge verkehrsrechtliche Probleme.

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Die hängen damit zusammen, dass auf beiden Seiten der Straße geparkt werden darf. Das wird zum einen vor allem von Anwohnern genutzt. Wenn auf der anderen Straßenseite aber auch Fahrzeuge stehen – von Anwohnern, Pflegediensten oder anderen Dienstleistern – dann kann der Verkehr schon mal zum Erliegen kommen.

Nach den Worten von Dietrich ist es beispielsweise dem Winterdienst passiert, dass das Fahrzeug nicht zwischen den parkenden Autos hindurchgepasst hat. Ähnliches sei bei der Müllentsorgung denkbar, aber auch, wenn größere Fahrzeuge zur Burg Mildenstein müssten. Der Schlossberg ist offizieller Zufahrtsweg zur Burg Mildenstein – und auch noch der einzige. Weder Schlossstraße noch Kirchstraße sind für Fahrzeuge mit höheren Tonnagen ausgelegt, für diese sogar gesperrt.

Neuer Parkplatz für die Anwohner

Um den Verkehrsfluss in Zukunft zu gewährleisten, will die Stadt Leisnig den Schlossberg als Parkverbotszone ausweisen, in der das Parken nur in gekennzeichneten Flächen gestattet ist. Eine solche Zone gibt es in Leisnig zum Beispiel schon im Marktbereich.

Gestatten will die Kommune das Parken am Schlossberg dort, wo noch eine Restfahrbahnbreite von drei Metern verbleibt, wenn ein Fahrzeug an der Seite steht. Außerdem soll die Parkmöglichkeit so angelegt sein, dass dann auch noch der Fußweg zur Verfügung steht. Im Moment, so Uwe Dietrich, könne der Gehweg manchmal nicht genutzt werden, weil eben Fahrzeuge darauf stehen.

Beim Ausbau des Leisniger Schlossberges ist auch eine Fläche als Parkplatz gestaltet worden. Die Kommune will die Anwohner bitten, diesen häufiger als bisher zu nutzen, damit der Verkehr auf dem Berg rollen kann.
Beim Ausbau des Leisniger Schlossberges ist auch eine Fläche als Parkplatz gestaltet worden. Die Kommune will die Anwohner bitten, diesen häufiger als bisher zu nutzen, damit der Verkehr auf dem Berg rollen kann. © Dietmar Thomas

Gestatten muss die Stadt das Parken dort, wo es sich um private Flächen handelt. Das sei auf dem Schlossberg noch an der einen oder anderen Stelle der Fall. Über die Änderungen sollen die Anwohner mit Postwurfsendungen informiert werden. Auch auf anderen Wegen will die Kommune ihre Pläne (Internet) bekanntgeben, damit sich Nutzer darauf einstellen können.

„Wir wissen, dass die Platzverhältnisse dort beengt sind und am liebsten jeder vor der Haustür parken möchte“, so Dietrich. Doch in der Praxis habe das nicht funktioniert. Deshalb werde die Kommune die Anwohner nun bitten, den Parkplatz zu nutzen, der beim Straßenbau mit angelegt worden und auch ausgeschildert ist.

Änderungen auch in der Oberlanggasse

Einen solchen fußläufig relativ rasch zu erreichenden Parkplatz kann die Kommune den Anwohnern der Oberlanggasse nicht anbieten. Aber auch dort will die Stadt aus genau dem gleichen Grund wie auf dem Schlossberg Änderungen umsetzen.

Ab der Nummer 17 bis zur Einmündung Turnerstraße soll ein Parkverbot ausgeschildert werden, kündigte Bauamtsleiter Thomas Schröder an. Dass das nicht allen Anwohnern gefallen wird, sei der Verwaltung durchaus bewusst.

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