merken
PLUS Döbeln

Leisnig: Resignation bei Impf-Initiative spürbar

Die Kommune soll sich weiter darum bemühen, dass es in der Stadt einen Impftag gibt. Bisher spricht mehr dagegen als dafür.

Die Leisniger hoffen, dass es auch bald eine Impfmöglichkeit in ihrer Stadt gibt.
Die Leisniger hoffen, dass es auch bald eine Impfmöglichkeit in ihrer Stadt gibt. © Ole Spata/dpa (Symbolfoto)

Leisnig. Wenn es nach dem Willen der Stadt Leisnig und einiger Unterstützer aus den Reihen der Hausärzte und des Vereins Lebenszeit geht, dann sollte es schnellstmöglich eine Impfmöglichkeit in Leisnig vor Ort geben.

Nachdem dies im März nicht mehr möglich war, hatte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) dies für einen Sonnabend nach Ostern in Aussicht gestellt. In der Ratssitzung am Donnerstagabend allerdings sprach er davon, dass der Termin womöglich nicht vor Mai zustande kommt.

UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand

Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Stadträtin Maria-Christin Anderfuhren (FG Bündnisgrüne/Die Linke) bat den Rathauschef dennoch, immer wieder nachzufragen. Goth sagte daraufhin zu, dies nach Ostern wieder zu tun. In Sachsen ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit den Corona-Schutzimpfungen beauftragt.

Ohne DRK-Mitwirkungen wird der Impftag also auch in Leisnig nicht ablaufen können – selbst wenn mehrere impfberechtigte Leisniger Ärzte ihre Mitwirkung für diesen Tag zugesagt haben. Auch die Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen sei vonnöten.

Bürokratische Hürden zu hoch

Hans-Hermann Schleußner (FG Wählervereinigung/SPD) zeigte sich angesichts der bürokratischen Hürden und der Zeit, die nun noch vergehen soll, resigniert. Er wisse nicht, ob es noch sinnvoll ist, sich um den Termin zu bemühen, da nach Ostern auch Hausärzte mit dem Impfen beginnen dürften.

Anliegen der Initiatoren war und ist allerdings, an einem Impftag möglichst viele Leisniger zu immunisieren. Das mobile Impfteam schafft im Impfbus maximal 150 Personen pro Tag. Geplant ist, dass der Bus auch Leisnig anfährt.

Am Ostersonntag und an zwei weiteren Tagen hält er schon in Ostrau – als erstem Ort in der Region Döbeln. Den genauen Fahrplan für April erstellt das DRK-Team nach den Worten des Leisniger Bürgermeisters gerade. Als Standorte für den Impfbus seien die Sporthalle Clennen sowie die Karl-Zimmermann-Turnhalle denkbar.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln