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Leisniger Tischlerei braucht mehr Platz

Der Anbau an der Tischlerei Geilert in Leisnig soll in diesem Jahr entstehen. 1991 ist der Handwerksbetrieb gegründet worden – als Zwei-Mann-Firma.

Ehe die neuen Möbel beim Kunden montiert werden, bauen sie die Handwerker in der Werkstatt komplett zusammen. Dafür geht es dort im Moment noch sehr beengt zu.
Ehe die neuen Möbel beim Kunden montiert werden, bauen sie die Handwerker in der Werkstatt komplett zusammen. Dafür geht es dort im Moment noch sehr beengt zu. © privat

Leisnig. Noch im vergangenen Jahr hat der Bauantrag den Technischen Ausschuss der Stadt Leisnig durchlaufen. Eine Baugenehmigung vom Landratsamt Mittelsachsen liegt auch einen reichlichen Monat später noch nicht vor.

Erst kürzlich habe es dazu von der Behörde noch eine Nachfrage gegeben. Ein Bescheid wurde dabei für März in Aussicht gestellt – also erst in ein paar Wochen. Trotzdem ist Kathrin Geilert von ungeduldigem Warten weit entfernt. Jetzt, im Winter, würde die Erweiterung ohnehin nicht beginnen.

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Um knapp 400 Quadratmeter will die Tischlerei ihre Produktionsräume im Leisniger Ortsteil Altenhof vergrößern, wie Kathrin Geilert berichtet. Dort, wo der Anbau an die bisherigen Produktionsräume geplant ist, stand früher einmal ein Haus. Davon allerdings ist nichts mehr zu sehen.

Spezialisiert auf Praxis-Einrichtungen

Im Anbau sollen die Handwerker einmal die Endmontage vornehmen. Alles, was sie ausliefern, wird vorher erst einmal komplett zusammengebaut. Jetzt passiere das häufig unter beengten Bedingungen in der Werkstatt zwischen den Maschinen. Auf der Erweiterungsfläche, der Endmontage sozusagen, sei dann endlich mehr Platz.

Und den brauchen die Tischler auch. „Die Einrichtungen, die wir herstellen, werden zunehmend größer“, erklärt Kathrin Geilert. Im Laufe der Jahre hat sich die Tischlerei in Altenhof darauf spezialisiert, die Praxen niedergelassener Ärzte – Allgemeinmediziner genauso wie Zahnärzte oder Gynäkologen – mit funktionalen, modernen Möbeln auszustatten. Ihre Empfangstresen und Schreibtische stehen in Praxen von Berlin über Magdeburg bis Zittau.

Kathrin und Jörg Geilert planen eine Erweiterung ihrer Tischlerei in Altenhof. In einem Anbau an die bisherigen Produktionsräume (im Hintergrund) soll endlich genügend Platz für die Endmontage sein.
Kathrin und Jörg Geilert planen eine Erweiterung ihrer Tischlerei in Altenhof. In einem Anbau an die bisherigen Produktionsräume (im Hintergrund) soll endlich genügend Platz für die Endmontage sein. © privat

Im Moment haben die Handwerker gut zu tun, bescheinigt Kathrin Geilert. Zum einen, weil Einrichtungen mittlerweile einfach in die Jahre gekommen sind. Zum anderen aber auch, weil sich bei einem Wechsel die Nachfolger häufig auch für eine neue Praxiseinrichtung entscheiden.

Von Trends bei der Neuausstattung von Arztpraxen will Katrin Geilert nicht unbedingt sprechen. Fakt sei aber, dass heutzutage kaum noch jemand Platz für Patientenakten im bekannten Karteikartenformat benötigt. Vielmehr seien die jüngeren Ärzte längst dazu übergegangen, ihre Patientendaten digital zu verwalten und zu speichern.

15 Angestellte im Leisniger Betrieb

In diesem Jahr blicken Kathrin Geilert und ihr Mann Jörg, der Geschäftsführer des Unternehmens ist, auf das 30-jährige Bestehen des Handwerksbetriebes zurück. Als Duo haben Jörg Geilert und sein damaliger Geschäftspartner Rainer Kurth in einer ganz kleinen Werkstatt auf dem Grundstück in Altenhof, auf dem später ein Werkstattneubau entstanden ist, begonnen.

Heute gehören insgesamt 15 Mitarbeiter zum relativ jungen Team. Darunter sind wieder zwei Auszubildende, wie Kathrin Geilert sagt. Zwei junge Leute hätten außerdem Interesse an einem Praktikum angemeldet. Das werde nach wie vor gern genutzt, um herauszufinden, ob der Beruf etwas für die Schüler ist. Passt es auf beiden Seiten, könnte das Team mit Beginn des neuen Lehrjahres also noch wachsen.

Die Pandemie geht auch an der Tischlerei nicht spurlos vorüber. Im Moment arbeiten die Mitarbeiter in zwei Schichten, damit Abstandsregelungen eingehalten werden können und sich während der Pausen nicht zu viele Kollegen am Frühstücks- oder Mittagstisch gegenübersitzen.

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