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Döbeln

Leisniger bereiten 1.600 Essen pro Tag für Flutopfer

Die Johanniter und das DRK Döbeln-Hainichen helfen in Remagen. Weitere Mitstreiter fahren am Donnerstag in die Region.

Die Leiniger Johanniter und Mitstreiter des DRK Döbeln-Hainichen helfen Flutopfern in der Region Remagen.
Die Leiniger Johanniter und Mitstreiter des DRK Döbeln-Hainichen helfen Flutopfern in der Region Remagen. © Heike Heisig

Döbeln/Remagen. Der Aufenthalt im Bereitstellungsraum am Nürburgring war für die 14 Helfer vom Kreisverband Döbeln Hainichen des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe aus Leisnig nur kurz. Sie waren am Dienstagabend angefordert worden und innerhalb von zwei Stunden losgefahren.

„Ihr Auftrag ist die Verpflegung von Einsatzkräften vor Ort für die Dauer von fünf Tagen“, erklärt Jana Lützner, Leiterin des Referates Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz im Landratsamt. Dafür haben sie einen Gerätewagen Verpflegung, zwei Feldkochherde, zwei Gerätewagen Betreuung, einen Kühlanhänger und zwei Mannschaftstransportwagen dabei.

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Noch am selben Tag fuhren sie weiter nach Remagen. Dort sind sie in einer Turnhalle auf der Seite des Rheins untergebracht, die kaum vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ab sofort bereiten die Helfer für die Menschen auf der anderen Rheinseite täglich jeweils 400 Portionen Frühstück und Abendbrot sowie 800 Portionen Mittagessen zu. „Am Donnerstag fahren vier weitere Johanniter aus Leisnig nach Remagen, weil dort noch mehr Helfer gebraucht werden“, sagt Torsten Mizera.

Trockner haben sich bereits bewährt

Bereits zu Beginn der Woche hatten die Leisniger Johanniter 55 Bautrockner an Vereinsfreunde der Johanniter Köln übergeben. Diese holten weitere Geräte von den Dresdner Johannitern und brachten alle in die Krisengebiete. Die Trockner seien noch aus früheren Hochwasserzeiten eingelagert gewesen, erklärt Torsten Mizera, Bereichsleiter der Johanniter.

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Am Freitag verlassen die Döbelner das Krisengebiet. Kurz zuvor starteten sie noch eine Befreiungsaktion. Sächsische.de begleitet die Helfer beim Einsatz.

Landrat Matthias Damm (CDU) bedankt sich für das Engagement der Helfer: „Was hier ehrenamtliche Kräfte leisten, ist enorm. Der kurzfristige Einsatz über fünf Tage hat auch Auswirkungen für die Familien und Angehörigen. Es zeigt aber auch, dass wir als Nation in diesen Tagen zusammenstehen müssen.“

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