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Döbeln

Leisnigs Lindenplatz: Corona lässt Einweihung platzen

Die Feier war für den 26. November geplant. Nachmittags, damit auch die Bauarbeiter dabei sein können.

Mit dem Bepflanzen geht die Neugestaltung des Leisniger Lindenplatzes ihrem Ende entgegen. Obwohl dort eine Million Euro investiert worden sind, wird es keine feierliche Übergabe geben – coronabedingt.
Mit dem Bepflanzen geht die Neugestaltung des Leisniger Lindenplatzes ihrem Ende entgegen. Obwohl dort eine Million Euro investiert worden sind, wird es keine feierliche Übergabe geben – coronabedingt. © Dietmar Thomas

Leisnig. Bei überwiegend freundlichem Herbstwetter können die Bauarbeiter der Firma Andrä und die Landschaftsgestalter der Firma Rockstroh jetzt den Ausbau des Lindenplatzes am Rande der Leisniger Altstadt zum Abschluss bringen.

Die Anwohner freuen sich schon jetzt über die neu gestalteten Straßen und Wege. Andere Leisniger werden das Areal vielleicht dann zunehmend genießen, wenn sie im Frühling oder Sommer auf einer Bank unter einem neu gepflanzten Lindenbaum Platz nehmen und verschnaufen können.

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Seit ungefähr einem Monat kann ein Teil des Lindenplatzes von Kraftfahrern schon genutzt werden, die beispielsweise am ehemaligen „Belvedere“ geparkt haben. Allen Nutzern offen stehen soll der Platz voraussichtlich ab der letzten Novemberwoche, sagte Bauamtsleiter Thomas Schröder zu der gegenwärtigen Planung.

Kein Termin für Nachfeier angesetzt

Eigentlich hatten sich Mitwirkende, Verwaltung und Anwohner schon auf eine kleine Einweihungsfeier am Nachmittag des 26. November gefreut. Diese Art Freigabe hat Bürgermeister Tobias Goth (CDU) mittlerweile abgesagt. 

Dies begründet er mit den aktuellen Vorschriften in der Corona-Pandemie, die ein solches Zusammentreffen nicht zuließen. Von einer Verschiebung der Feier sehe die Kommune gegenwärtig ab. Immerhin sei es ungewiss, wenn es wieder zulässig und sicher ist, dass sich Dutzende Menschen versammeln.

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Das Coronavirus hat gerade diese Lindenplatz-Baustelle schon von Anfang an begleitet. Sie war eine der ersten, auf denen im Frühling verschärfte Hygienevorschriften für die Bauleute umgesetzt, beispielsweise fließend Wasser zum Händewaschen und Möglichkeiten zur Desinfektion vorhanden sein mussten.

Mit der Neugestaltung des Areals hat die Kommune nun einen jahrelangen Missstand abgeschafft. Viele der alten Linden waren krank, diese und andere wurden vorsorglich gefällt. Die Wurzeln der alten Bäume hatten die Abgrenzungssteine des innenliegenden Areals nach oben gedrückt, was vor allem für Fußgänger eine Stolpergefahr bedeutete.

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Schulkinder

Diese ist beseitigt. Auch für die Schulkinder ist es in Zukunft sicherer, vor der Grundschultür abgeliefert zu werden. Für die Elterntaxis sind beim Straßenbau Halteflächen vor der Sigismund-Reschke-Schule eingerichtet worden. 

Ungefähr 70 Kinder sind von ihren Eltern in der Vergangenheit zur Schule gefahren worden. Das lässt sich aus einer Zählung ableiten, die die Kommune vor der Neugestaltung des Platzes vorgenommen hatte.

Damals ging es ebenfalls um die Sicherheit der Kinder und in diesem Zusammenhang um Änderungen an der Kreuzung zur Chemnitzer Straße beziehungsweise darum, wie sinnvoll eine Einbahnstraßenregelung ist.

Lange übers neue Aussehen diskutiert

Wie der neue Lindenplatz aussehen soll, darüber haben sich die Stadträte lange unterhalten und auch mit Anwohnern gesprochen. Nach ihren Wünschen sind beispielsweise die Bepflanzungen rund um Postmeilensäule und Heimatbrunnen erhalten geblieben. 

Ebenfalls auf Anregung der Räte werden jetzt auch Sträucher gepflanzt, die Insekten Nahrung bieten. Überdies kommen wieder Linden in den Boden – damit der Name des Platzes seine Berechtigung behält. Allerdings werden es wie am Parkplatz „Alte Feuerwache“ etwas kompakter wachsende Exemplare sein.

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