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Linke fordern Sondersitzung des Kreistags

Der vorliegende Entwurf des Teilschulnetzplanes Berufsschule sieht Einschnitte für den Kreis vor. Darüber ist zu diskutieren.

Teile der Ausbildungsbereiche des Döbelner Standortes des Beruflichen Schulzentrums sollen ausgelagert werden. Das wollen einige Kreisräte nicht hinnehmen.
Teile der Ausbildungsbereiche des Döbelner Standortes des Beruflichen Schulzentrums sollen ausgelagert werden. Das wollen einige Kreisräte nicht hinnehmen. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Schulteile des Beruflichen Schulzentrums sollen geschlossen werden, Ausbildungsbereiche an andere Schulen verlegt werden. So bangt der BSZ-Standort Döbeln um die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker.

Das wollen die Mitglieder der Fraktion „Die Linke“ nicht hinnehmen. „Der Entwurf des Planes sieht tiefgreifende Änderungen für die Schulen unseres Landkreises vor, die so nicht akzeptabel sind“, sagte Gottfried Jubelt, Fraktionsvorsitzender der Linken.

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Vor diesem Hintergrund sollte, so das Anliegen der Linken, auch im Kreistag über dieses Thema diskutiert werden. Das Gremium kann den Entwurf zwar nicht ändern, aber dem Landkreis Hinweise für die Stellungnahme mit auf den Weg geben.

Fristverlängerung genehmigt

Als Träger des BSZ sowie weiterer Berufsschulen im Landkreis darf sich die Behörde an der offiziellen Anhörung zu dem Entwurfsplan beteiligen. In der Regel haben die Behörden drei Monate nach Vorlage des Plans Zeit, sich zu äußern.

Da der Plan Ende November vorgelegen hatte, wäre die Frist am 1. Februar abgelaufen. Der Kreistag jedoch tagt das nächste Mal planmäßig aber erst am 24. März. „Damit sich der zuständige Ausschuss und der Kreistag wie gesetzlich vorgeschrieben trotzdem mit dem Plan befassen können, haben wir eine Sondersitzung des Kreistages zum Thema beantragt“, sagte Gottfried Jubelt.

Daraufhin hatte Landrat Matthias Damm (CDU) um eine Fristverlängerung beim zuständigen Kultusministerium Sachsen gebeten. Jene wurde genehmigt, sodass das Thema in der ersten regulären Beratungsfolge mit behandelt werden kann. „Ein Sonderkreistag ist damit nicht notwendig“, so Kreissprecher André Kaiser.

Freiberg wirbt um Sozialassistenten

Auch wenn der Plan noch nicht vorliegt, wirbt der Landkreis Mittelsachsen schon jetzt für die Ausbildung zum Sozialassistenten am BSZ für Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft mit Fachschulzentrum Freiberg-Zug. Jene wird ab dem Schuljahr 2021/22 am dortigen BSZ neu aufgenommen und ist die Grundlage für die Ausbildung zum Erzieher, die perspektivisch ebenfalls an dem Freiberger BSZ absolviert werden kann.

Auch in Döbeln können Interessierte diesen Beruf erlernen. Die Ausbildung in Freiberg kommt neu dazu. Sie soll keine Konkurrenz zur Ausbildung am Standort am Döbelner BSZ sein, so Dirk Reelfs, Sprecher des Sächsischen Kultusministeriums. Grund für die weitere Ausbildungsmöglichkeit am Freiberger BSZ sei der Bedarf an Fachkräften in der dortigen Region. Der Abschluss zum Sozialassistenten kommt dazu, weil er die Voraussetzung für die Erzieherausbildung ist.

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