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Mehr Flutschutz für Döbeln

Die Landesdirektion hat den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Oberbobritzsch genehmigt. Das hilft auch der Region.

In Bobritzsch soll ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden, das auch für den Döbelner Flutschutz Bedeutung hat.
In Bobritzsch soll ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut werden, das auch für den Döbelner Flutschutz Bedeutung hat. © Repro: LTV

Bobritzsch/Döbeln. Der Bau eines der größten Hochwasserschutzprojekte des Freistaates Sachsen im Einzugsgebiet der Freiberger Mulde kann weitergehen. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat die zweite Planänderung zum Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens an der Bobritzsch in Oberbobritzsch genehmigt.

Im Verbund mit dem parallel geplanten Hochwasserrückhaltebecken Mulda entfaltet es eine überregionale Hochwasserschutzwirkung bis Döbeln. Vorhabenträgerin ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaates Sachsen.

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Das Rückhaltebecken schützt entlang der Bobritzsch vor einem Hochwasser, wie es statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten ist. Entlang der Freiberger Mulde wird es vor Hochwasser schützen, wie es im Schnitt alle 60 Jahre vorkommt. Es ist als Trockenbecken geplant und wird nur im Hochwasserfall eingestaut.

Maximal kann es bis zu 4,86 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Der Damm hat eine Länge von etwa 550 Metern und eine Höhe von rund 17 Metern. Er verfügt unter anderem über einen sogenannten Ökodurchlass. Durch diesen können Tiere in und an der Bobritzsch das Bauwerk im nicht eingestauten Zustand passieren.

Grüne und Naturschutzverein haben geklagt

Der Neubau des Rückhaltebeckens war durch die LDS bereits mit Planfeststellungsbeschluss vom 16. Oktober 2014 zugelassen worden. Dagegen hatten die Grüne Liga Sachsen und die Naturschutzvereinigung Sachsen teilweise erfolgreich geklagt.

Das Verwaltungsgericht Chemnitz gab der LDS auf, die festgestellten Mängel zu beseitigen. Dabei ging es um die Entnahme von Erd- und Gesteinsmassen für den Dammbau und den Naturschutz.

Die Planunterlagen können in den kommenden Wochen auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen unter www.lds.sachsen.de/bekanntmachung eingesehen werden.

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