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Mila und Ben führen Hitliste der Vornamen an

Frei nach dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ haben Eltern 2020 die Namen ihres Nachwuchses gewählt.

Apple, Blaubeere oder Sheriff sind Namen, die Standesämter schon einmal zugelassen haben. Wollen Eltern bei ungewöhnlichen Namen auf Nummer sicher gehen, erstellt die Namenberatungsstelle der Universität Leipzig Gutachten, über die Tauglichkeit von Vo
Apple, Blaubeere oder Sheriff sind Namen, die Standesämter schon einmal zugelassen haben. Wollen Eltern bei ungewöhnlichen Namen auf Nummer sicher gehen, erstellt die Namenberatungsstelle der Universität Leipzig Gutachten, über die Tauglichkeit von Vo © dpa

Von Sabine Pfeiffer, Cathrin Reichelt

Mittelsachsen/Leisnig. Mila und Ben werden sich in Zukunft wohl öfter im Kindergarten treffen. Dabei stehen auch die Chancen gut, dass beide noch Spielkameraden mit den gleichen Namen finden, denn im Jahr 2020 waren das die beliebtesten Vornamen in Mittelsachsen.

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Während sich in der Freiberger Klinik Mila und Lucy die Spitze teilten, jeder wurde achtmal als erster Vorname angegeben, war Mila im Mittweidaer Krankenhaus der unangefochtene Favorit, ebenfalls achtmal vergeben. Somit ist Mila der beliebteste Mädchenname in den beiden Altkreisen, gefolgt von Klara oder Clara an zweiter Stelle und Emma an dritter.

In der Leisniger Helios-Klinik wurde Mila allerdings nur zweimal vergeben und landete auf Platz 31. Jeweils sechsmal entschieden sich die Eltern für Emma und Lea, die somit in Leisnig den Spitzenplatz belegen, gefolgt von Emilia, Frieda und Leni.

Bei den Jungen tauchte der Name Ben siebenmal in Mittweida und achtmal in Freiberg auf und führte dort die Listen an. Auf den zweiten Platz gelangte Fritz, gefolgt von Max. In Leisnig war Emil (sechsmal) bei den Eltern beliebter als Ben und Fritz (jeweils viermal).

Drei Vornamen sind selten

Auch die in der Rangliste folgenden Namen sind in Freiberg und Mittweida kurz. Ella, Ida, Hanna und Lucy stehen auf den Plätzen vier bis sieben. Bei den Jungen folgen Oskar, Leon, Liam oder Lyam. Die Eltern in Leisnig mögen auch etwas längere Namen, wie Charlotte, Hanna und Johanna sowie Matteo, Milan und Alexander.

Nach den 366 Geburten in der Leisniger Klinik gaben die Eltern ihren Kindern 249 Mal einen Vornamen, 109 Babys erhielten zwei und acht Kinder drei Vornamen. Bei den zweiten Vornamen sind Emilia, Johanna und Marie bei den Mädchen die Spitzenreiter. Thomas, Frank und Gabriel sind die häufigsten Zweitnamen der Jungs. Als dritte Vornamen wurden Brunhilde, Marion und Shane sowie Andreas, Eberhard und Herrmann gewählt.

Während sich insgesamt die meisten Eltern für kurze und zeitlose Namen entschieden, wählten andere eher seltene Vornamen. So wurden in Mittelsachsen Mädchen Jupiter, Osose und Melody genannt. Bei Xena werden einige vermutlich erst mal an die Kriegerprinzessin aus der gleichnamigen TV-Serie denken, die Ende der 1990er-Jahre im Fernsehen lief.

Osayantin oder doch Verleihnix?

Bei den Jungen fallen Angel, John-Taylor und Osayantin als eher seltene Namen auf. Auch Ryunosuke ist in Deutschland eher untypisch. In Japan ist er jedoch ein traditioneller Jungenname und bedeutet „Bote des Drachen“.

Beim Vornamen des Nachwuchses dürfen Eltern gerne kreativ sein, doch nicht jeder gewünschte Name wird auch vom Standesamt angenommen. Es muss zum Beispiel klar erkennbar sein, dass es ein Vorname ist.

Ein Buchstabe oder eine Ziffer sind nicht zulässig. Abgelehnt werden auch Namen, die das Wohl des Kindes gefährden. Das galt in der Vergangenheit beispielsweise für Verleihnix und Borussia.

Seit 2008 sind auch geschlechtsneutrale Vornamen erlaubt, ein zweiter Vorname, der eindeutig als Jungen- oder Mädchenname ausgewiesen ist, ist nicht mehr zwingend erforderlich. Trotzdem bestehen einige Standesämter noch immer darauf.

Da in Deutschland keine festen Gesetze für die Namensgebung existieren, kann jedes Standesamt selbst entscheiden, ob ein Name eingetragen wird oder nicht.

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