merken
PLUS Döbeln

Leisnig: Bahnübergang funktioniert wieder

Die Schäden nach dem Unfall an der Anlage der Deutschen Bahn in Tragnitz sind beseitigt. Allerdings nicht am verunglückten Müllfahrzeug.

Der Bahnübergang Fabrikstraße in Tragnitz kann jetzt wieder ohne personelle Absicherung betrieben werden.
Der Bahnübergang Fabrikstraße in Tragnitz kann jetzt wieder ohne personelle Absicherung betrieben werden. © Lars Halbauer

Leisnig. Den Bahnübergang per Hand für den Fahrzeugverkehr zu sperren, wenn sich ein Zug nähert, das hat sich seit Ende vergangener Woche an der Fabrikstraße im Leisniger Ortsteil Tragnitz erledigt. Notwendig geworden war dieser „Rückfall“ in weniger technisierte Zeiten nach einem Unfall.

Am Vormittag des 13. Februar war der Triebwagen einer Regionalbahn mit einem Müllfahrzeug zusammengestoßen. Das hatten Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft für die Leerung von Tonnen kurz auf den Gleisen stehen lassen.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Obwohl der Fahrer bemerkte, dass sich ein Zug näherte, gelang es ihm nicht mehr, das Fahrzeug wegzuschaffen. Es wurde von dem Triebwagen erfasst und ein Stück in Richtung Ortsmitte geschoben.

Verunglücktes Müllfahrzeug ist nicht zu reparieren

Die beiden Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft Döbeln (EGD) kamen mit dem Schrecken und der einen oder anderen Schürfwunde davon. Die Passagiere und der Lokführer der RB 110 der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) blieben bei dieser Kollision unverletzt.

Seit diesem Unfall waren am Bahnübergang Sicherungsposten eingesetzt, um Kraftfahrer auf durchfahrende Züge hinzuweisen. „Erneuert werden mussten zwei Straßensignalmasten und ein Schrankenantrieb einschließlich der Fundamente und Signaloptiken“, zählt Jörg Bönisch, DB-Pressesprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, auf.

Damit seien die bei dem Unfall Mitte März entstandenen Schäden beseitigt. „Die Anlage ist wieder funktionstüchtig“, sagt er. Restleistungen und Aufräumarbeiten in kleinem Umfang seien dieser Tage aber noch notwendig.

Bei einem Unfall am 13. Februar ist ein Teil der Sicherungstechnik am Bahnübergang Fabrikstraße in Tragnitz kaputt gegangen. Die Reparatur ist jetzt abgeschlossen.
Bei einem Unfall am 13. Februar ist ein Teil der Sicherungstechnik am Bahnübergang Fabrikstraße in Tragnitz kaputt gegangen. Die Reparatur ist jetzt abgeschlossen. © Archiv/Lars Halbauer

Die Frage nach der Höhe des an der Sicherungstechnik entstandenen Sachschadens kann Bönisch nach wie vor nicht beantworten, „da das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist“, begründet er.

Bei der EGD ist der Unfall auch noch nicht zu den Akten gelegt. Das verunglückte Fahrzeug wird nach Auskunft von Geschäftsführer Steffen Hartl nicht wieder repariert werden können. Der Entsorger hat gegenwärtig ein Leihfahrzeug eingesetzt, um die Müllsammeltouren abzudecken.

„Ein neues Ersatzfahrzeug ist schon bestellt“, teilt Hartl auf Anfrage mit. Die EGD sei ohnehin gerade dabei, ihren Fuhrpark zu verjüngen. „Eine neue Kehrmaschine haben wir schon angeschafft“, so Hartl.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln