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Geflügelpest: Neue Regeln für Tierhalter

In 17 Orten in Mittelsachsen müssen die Züchter ihre Tiere in den Stall bringen. Teile von Großweitzschen und Leisnig sind Beobachtungsgebiet.

Aufgrund der Geflügelpest sind Teile von Großweitzschen und Leisnig Beobachtungsgebiet.
Aufgrund der Geflügelpest sind Teile von Großweitzschen und Leisnig Beobachtungsgebiet. © Heike Heisig

Region Döbeln. Der Landkreis Mittelsachsen hat eine neue Allgemeinverfügung zur Geflügelpest erlassen. Demnach müssen Halter von Geflügel, wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse – ausgenommen sind Laufvögel – in einigen Ortsteilen und in der Nähe von großen Gewässern ihre Tiere einstallen. „Damit soll eine Ausbreitung der Geflügelpest verhindert werden“, erklärt Landkreissprecher André Kaiser.

Konkret betroffen sind alle Halter in den Ortsteilen Hilbersdorf, Naundorf (Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf), Beicha (Große Kreisstadt Döbeln), Voigtsdorf (Gemeinde Dorfchemnitz), Steina (Stadt Hartha), Doberschwitz (Stadt Leisnig), Zethau (Gemeinde Mulda), Ostrau, Schrebitz, Sömnitz, Töllschütz (Gemeinde Ostrau), Hirschfeld (Reinsberg), Breitenborn (Große Kreisstadt Rochlitz), Niederforst (Stadt Roßwein), Gröbschütz, Zschaagwitz (Gemeinde Seelitz) und Pappendorf (Gemeinde Striegistal). „Dort gibt es eine größere Dichte an Geflügel“, so Kaiser.

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Auch an Flüssen besteht Gefahr

Außerdem sind die Tiere in der Nähe der Flüsse Chemnitz, Flöha, Freiberger Mulde, Zschopau, Zwickauer Mulde und der Gewässer Großhartmannsdorfer Großteich, Talsperre Kriebstein, Talsperre Lichtenberg, einschließlich der Vorsperre Dittersbach und der Talsperre Rauschenbach in den Stall zu bringen oder unter einer festen Behausung zu halten.

Als Orientierung gilt dort ein Abstand zu den Gewässern von 500 Metern. Auf der Internetseite des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes zeigt eine interaktive Karte, an der sich die Geflügelhalter orientieren können. Die Allgemeinverfügung gilt ab dem 8. Januar bis auf Weiteres.

Auch die Allgemeinverfügung von Ende Dezember hat weiterhin Gültigkeit. Nach dieser sind Teile von Leisnig beziehungsweise Großweitzschen sogenanntes Beobachtungsgebiet, da ein Geflügelbestand in Mutzschen von der Geflügelpest betroffen ist.

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Die Geflügelhalter müssen ihren Bestand deshalb umgehend dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt melden oder ihn aktualisieren. Ebenso sind verendete Tiere anzuzeigen. Gehaltende Vögel dürfen nicht aus dem Tierbestand herausgenommen werden. Eine Ausnahmegenehmigung erteilt aber bei Bedarf das Veterinäramt.

Information: www.landkreis-mittelsachsen.de/amtsblatt/062021e-tierseuchenrechtliche-allgemeinverfuegung

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